Nie wieder Fotochaos

Christian Kolbe 10. Februar 2016 Keine Kommentare zu Nie wieder Fotochaos
Nie wieder Fotochaos

Ein einzigartiges Foto zu schießen, ist ein großartiges Gefühl. Umso ärgerlicher wäre es doch, wenn es am Computer im Durcheinander der vielen Dateien verschwindet. Hier findet ihr einige Tipps für eine geordnete Fotodatenbank.

Stellt euch vor, ihr seid auf einer spannenden Fotoreise durch Costa Rica. Alles ist perfekt, die Lichtstimmung erlaubt euch einen wunderschönen Schnappschuss eines seltenen Vogels. Wieder zu Hause speichert ihr eure Ausbeute schnell irgendwo auf dem Computer ab. Sechs Wochen später sollt ihr für ein Fachmagazin einen Artikel über eure Reise verfassen – aber dieses eine, perfekte Bild, wo ist es nur hin?

Damit ein solches Fotochaos Fiktion bleibt, ist ein übersichtliches Ordnersystem am Computer das A und O, damit eure Fotos immer genau dort sind, wo ihr sie schnell wiederfinden könnt. Gerade wenn sich schon ein beachtlicher Haufen Bilder angesammelt hat, fällt es schwer, im Nachhinein noch für Ordnung zu sorgen, aber in Zukunft werdet ihr für diesen Schritt dankbar sein.

Das richtige Ordnungssystem

Das Muster, nach dem ihr eure Bilder am besten abspeichert, hängt stark von eurem Verhalten als Fotografen ab. Seid ihr oft im Ausland unterwegs oder unternehmt mehrere Reisen in das gleiche Land? Dann eignen sich zunächst Ordner mit den Namen der verschiedenen Länder. Habt ihr eines davon mehrfach besucht, finden sich in diesem Ordner am besten Unterordner mit den Jahren oder Monaten, in denen eure Reisen in das Land stattfanden. Von hier aus könnt ihr weiter unterteilen, etwa nach den verschiedenen geografischen Regionen oder auch nach „Pflanzen“ und „Tiere“. Hier ein mit Mac OS erstelltes Beispiel:

Bildschirmfoto 2016-01-05 um 15.44.11

Umbenennung statt Fotochaos

Habt ihr das passende Ordnersystem für euch gefunden, gibt es allerdings noch ein weiteres Problem. Dateinamen wie DSC09780 sagen leider herzlich wenig über ein Foto aus, die Digitalkameras vergeben sie aber automatisch. Jedes Bild einzeln umzubenennen, kann ein nervenaufreibender Prozess sein.  Um dem entgegenzuwirken, könnt ihr z.B. mit Windows die Stapelumbennnung nutzen: eine bestimmte Menge Fotos mit der Maus markieren, per Rechtsklick „Umbenennen“ auswählen und einen Namen eingeben, der für alle ausgewählten Fotos gilt, zum Beispiel „Costa Rica-2014-04-20“. Windows benennt dann alle Dateien so um und nummeriert sie zusätzlich durch, also „Costa Rica-2014-04-20(1)“, „Costa Rica-2014-04-20(2)“ und so weiter.

Für Mac-Nutzer gibt es den „Automator“, der neben vielen anderen Funktionen auch die Stapelumbenennung übernimmt. Eine Anleitung dazu findet ihr hier.

Übrigens: Die Metadaten eurer Bilder können euch ebenfalls beim Aufräumen helfen. Dabei handelt es sich um zusätzliche Informationen zum Bild wie etwa Datum, Uhrzeit, Blende, ISO, Verschlusszeit und neuerdings auch der Aufnahmeort des Bildes.

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