Ein tierischer Notfall – Erste Hilfe für verletzte Vögel

Ein tierischer Notfall – Erste Hilfe für verletzte Vögel

Verletzten Vogel gefunden – was tun? Vor diesem Problem stehen immer wieder aufmerksame Spaziergänger, Katzenhalter und Vogelbeobachter. Wie kann man selbst helfen, was kann ein Arzt tun? Informiert euch hier.

Vogel gefunden: Überblick verschaffen

Ein schwer verletzter Vogel ist ein grausiger Anblick. Schaut nicht weg! Wenn der Vogel noch lebt, ist es eure Verantwortung als Vogelbeobachter und Tierfreund, den Vogel entweder von seinem Leiden zu erlösen oder zur Gesundung zu führen. Wenn der Vogel tödlich verletzt ist, sollte er von einem Tierarzt eingeschläfert werden. Auch außerhalb der regulären Sprechzeiten gibt es dafür einen tierärztlichen Notdienst. Wenn der Vogel nur leicht verletzt ist, müsst ihr ihn zu einem Tierarzt oder einer Wildtier-Auffangstation bringen. Aber Vorsicht! Beobachtet den Vogel erst eine Weile, um sicherzustellen, dass er wirklich ärztliche Versorgung braucht. Seid hilfsbereit, aber nicht übereifrig.

Erste Schritte zur Wildvogelhilfe

Wenn ihr euch sicher seid, dass der gefundene Vogel ernsthaft verletzt ist, dürft ihr keine Zeit verlieren. Vögel haben einen hohen Stoffwechsel und überstehen Verletzungen nicht lange. Daher gilt es, schnell zu reagieren.

Um den Vogel einzufangen, könnt ihr ihn vorsichtig in eine Ecke treiben und mit einer Decke oder Jacke einfangen. Das ist nicht nur schonend für den Vogel, sondern dient auch dem Selbstschutz. Gerade verletzte Vögel sind verängstigt und leicht aggressiv und kratzen oder zwicken den gutmütigen „Retter“. Zur Untersuchung und zum Transport eignet sich ein luftdurchlässiger Karton mit Küchenrolle oder einem Handtuch ausgelegt. Dieser Aushilfskäfig schützt den verletzten Vogel vor Kälte und Zugluft.

Diagnose des verletzen Vogels

In Deutschland zählen zu den am häufigsten gefundenen Vögeln Mauersegler, Ringeltaube, Haussperling, Nebelkrähe, Mehlschwalbe, Elster und Mäusebussard. Die einzelnen Arten unterscheiden sich zwar beträchtlich, ihre häufigsten Verletzungen kann aber oft selbst ein Laie identifizieren. Untersucht den verletzten Vogel in seinem Karton vorsichtig auf Knochenbrüche und andere Verletzungen. Geht dabei behutsam mit ihm um: Wildvögel sind Menschen nicht gewohnt und fürchten sich vor uns. Fasst den Vogel also nicht häufiger als unbedingt nötig an. Sonst erleidet er einen Schock.

Folgende Verletzungen und Erkrankungen sind bei Vögeln besonders häufig:

  • Schädel-Hirn-Traumen nach Kollisionen mit Glasscheiben gehören zu den häufigsten Verletzungen bei Vögeln. Wenn keine weiteren Verletzungen bestehen, könnt ihr den verletzten Vogel nach einer kurzen Ruhephase wieder freilassen. Hinweise zum Thema Vogeltod an Glaswänden findet ihr hier.
  • Flügelverletzungen und Knochenbrüche treten bei Kollisionen oder Rivalenkämpfen auf. Zur Diagnose den Vogel vorsichtig abtasten.
  • Bissverletzungen und Kratzer werden meist von Katzen und anderen Raubtieren verursacht. Neben der Blutung wird der Vogel auch durch die Infektion mit dem fremden Speichel geschwächt. Daneben können Augenverletzungen und Blindheit die Folge sein.
  • Infektionskrankheiten und Vergiftungserscheinungen sind bei Vögeln schwer zu erkennen. Oft äußern sie sich durch Krämpfe, Lähmungen und Atemnot. Zudem sinkt die Körpertemperatur bei Vögeln (anders als bei Säugern) von den gewöhnlichen 40-42° Celsius ab.
  • Unterernährung erkennt ihr am besten an dem stark hervortretenden Brustbeinkamm.

Erste Hilfe Maßnahmen für Vögel

Häufig ist es notwendig, den Wildvogel vor dem Transport zum Tierarzt zu stabilisieren. Ansonsten kann der Stress der Reise tödlich für den geflügelten Patienten sein.

Wichtig ist es etwa, offene Wunden und akute Blutungen sofort zu behandeln. Vögel überstehen Blutverlust nicht lange, da sie insgesamt nur relativ wenig Blut im System haben. Offene Wunden könnt ihr mit einem feuchten Tuch abtupfen und dann mit einem Desinfektionsmittel (z.B. Betaisodonalösung/ Lavaseptlösung) behandeln. Blutet die Wunde immer noch stark, sollte ein leicht aufgedrücktes Wattepad die Blutung stillen.

Aufgrund seines schnellen Stoffwechsels ist es besser, den Vogel auch im Krankheitsfall zu füttern. Gut verträglich und energiereich ist etwa eine Traubenzuckerlösung. Wirkt der Vogel stabil, eignet sich natürlich auch Körnerfutter.

Um den Schock der Verletzung zu überstehen, muss der Vogel nach der ersten Versorgung einige Stunden an einem warmen, ruhigen Ort ruhen. Danach dürfte er so weit stabilisiert sein, dass er den Transport zum Tierarzt übersteht.

Achtung bei Nestlingen und Jungvögeln, deren Federkleid noch nicht ausgebildet ist: haltet sie warm während ihr auf dem Weg zum Tierarzt oder der Auffangstation seid. Sonst unterkühlt der Vogel sehr schnell und all eure Mühe war vergebens. Oft haben Jungtiere noch eine recht gute Überlebenschance, solange sie nur warm gehalten werden.

Professionelle Hilfe beim Tierarzt und in der Auffangstation

Habt ihr einen verletzen Vogel gefunden und stabilisiert, dann bringt ihn so schnell wie möglich zum nächsten Tierarzt. Am besten solltet ihr vorher anrufen und erfragen, ob der Tierarzt sich mit der Verarztung von Vögeln auskennt. In vielen größeren Gemeinden gibt es auch spezielle Vogelkliniken. Beide Stellen könnt ihr in einem solchen Notfall aufsuchen.

Ist der Vogel nicht akut verletzt, kann auch eine Auffangstation die richtige Adresse sein. Eine Liste von Vogel-Auffangstationen in ganz Deutschland findet ihr auf der Website der Wildvogelhilfe. Auch der NABU listet Pflege- und Auffangstationen für Vogel und Säugetiere auf seiner Internetseite.

Und wenn ihr euch nicht sicher seid, was zu tun ist? Fragen kostet nichts. Probiert es einfach beim Tierarzt oder auch beim NABU-Infotelefon.

Foto: © sassi / pixelio.de

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37 Kommentare

  1. Michelle 17. Juli 2015 um 22:16 Uhr

    Danke das ihr mir geholfen habt.Habe ein Jubgvogel ca.1-3 Tage alt,hat sehr iele Verletzungen,geht jetzt wieder.Mama,Geschwisterchen gestorben.Papa,Geschwister,Nest nicht gefunden(Katzenangriff). :'(

  2. kai 10. Juni 2016 um 00:15 Uhr

    Meine gefundene Dohle überlebte den Tierarztbesuch nicht. Nach dem Besuch wurde der Vogel nämlich immer schwächer. Der Tierarzt meinte, es könnte daran liegen, das Wildtiere (Vögel,Hasen) einen derart schnellen Stoffwechsel haben und das Herz geradezu rast. Wenn dann noch Aufregung dazu kommt (Stress) überleben die Tiere manchmal nicht lange nach menschlicher Behandlung und klappen zusammen. Herzkreislaufversagen. Muss nicht vorkommen, kann aber passieren. Am besten ist, den Vogel erstmal da zu lassen wo er ist und abwarten, wenn keine schweren Verletzungen vorliegen. So siehts aus.

  3. Erika Reichert 12. Dezember 2016 um 20:49 Uhr

    Leider habe ich heute die Erfahrung gemacht, das sich weder Tierschutz, noch Tierrettung für eine sehr verletzte Elster interessieren (Tierrettung interessiert es nur dann, wenn sie € 35,– + 2.– € pro Kilometer Anfahrtskosten bekommen.) Habe ich aber leider wirklich nicht.
    Nach ca. 5 Anrufen an verschiedenen Stellen hatte ich immer noch niemand gefunden der sich der Elster annehmen wollte.
    Sind unsere Wildvögel, zu denen ja auch Elstern gehören, es nicht mehr Wert geholfen zu bekommen? Ich muss sagen ich bin über diese Art von Tierschutz ehrlich entsetzt.

    • Gast 2. Juli 2018 um 10:22 Uhr

      Hallo Erika, da bist du nicht alleine. Bei mir war es ganz genauso. Ich kannte mich damit absolut nicht aus, also hatte ich schnell im Internet recherchiert und Telefonnummern von ein paar Stellen in meiner näheren Umgebung gefunden. Alle, wirklich alle, haben kein großes Interesse daran gezeigt, auch nur den Anschein zu helfen. Da kam dann die Begründung: „Einfach liegen lassen. So ist nunmal der Lauf der Natur“. Danach war ich genauso schockiert und fragte mich, was deren Job überhaupt ist. Auf die Idee sie mit Geld zu „bestehen,“ bin ich leider nicht gekommen. Hätte ich damals bezahlt – egal wie viel. Finde es schon traurig.

  4. Denis 31. Januar 2017 um 03:28 Uhr

    Bin heute auf dem Weg nach dem Fussballspiel von Hannover auf einen herumliegenden Vogel vor der Haustür gestossen. Habe ihn mitgenommen..Dieser wollte weder Futter noch Wasser..

    Muss zugeben, dass ich keinerlei direkter Erfahrung mit vögel habe…Habe recherchiert..Glaube es ist eine Art drossel…Weiß..Schwarze Flügelspitzen und ein Oranger längerer schnabel..Hat versucht aufzufliegen..Aber mehr als ein Flügelschlag war nicht drin..Da der Vogel beide Flügel bewegt hat..Kann es sein, dass es sich nicht um einen Bruch handelt..Für mich wirkt das Tier einfach müde…Habe lange gegoogelt was es heisst, dass der Vogel mit dem Kopf nach hinten „dasitzt“..Nun schläft er so..Werde morgen rumtelefonieren..Aber die Kommentare hier geben mir wenig hoffnung…Selbst den Tierärzten vor Ort traue ich nicht viel zu auf Hinsicht „Vögel“ zu…Mehr kann ich aber nicht tun…Der kleine sieht toll aus..So einen habe ich bei uns noch nie gesehen..Sollte einer Tipps, „weise“ und ahnungsvolle Tipps haben..Bitte anrufen..Würde mich freuen..017662276494

    • Christian Kolbe 1. Februar 2017 um 12:07 Uhr

      Hallo Denis,

      vielleicht findest du hier bei der Wildvogelhilfe ja eine Auffangstation in deiner Nähe? Ansonsten kannst du vor dem Tierarztbesuch erstmal dort anrufen und fragen, ob sich der Arzt mit Wildvögeln auskennt. Selbst wenn nicht kann man dir am Telefon vielleicht weitere Informationen geben.

      Hoffentlich konnten wir dir ein wenig helfen.
      Auf jeden Fall toll, dass du dich so um den Vogel kümmerst, vielen Dank!

  5. Cora Wedekind 21. Mai 2017 um 17:58 Uhr

    Ich habe mit meiner Freundin einen kleine spatzt gefunden (wahrscheinlich noch ein Jungvogel
    er Lebt aber bewegt und isst nicht er ist sehr
    zutraulich und lässt sich streichen…Wir haben im
    Futter gebracht und trinken und in Warme
    Tücher geleckt 😓Er ist total ruhig

    Bitte um Hilfe !!!

    • Christian Kolbe 26. Mai 2017 um 13:44 Uhr

      Hallo Cora,
      leider konnten wir deinen Kommentar nicht eher beantworten. Wie ist es dem Spatzen ergangen?
      Beste Grüße aus der Redaktion

  6. Maxi 28. Mai 2017 um 09:46 Uhr

    Liebe Redaktion,

    mir geht’s genauso wie der Beitragenden vor mir!
    Kleiner junger Spatz auf dem Balkon, der nichts tut außer atmen. Was könnte das sein bzw. kann ich etwas tun? Es ist Sonntag, weshalb die Tierärzte wohl nicht geöffnet haben…

    Hoffentlich seid ihr am Sonntag aktiv! Liebe Grüße,
    Maxi

    • Christian Kolbe 29. Mai 2017 um 10:09 Uhr

      Hallo Maxi,

      leider konnten wir deinen Kommentar nicht eher beantworten. Gibt es etwas neues an der Spatzenfront?

      Beste Grüße aus der Redaktion!

  7. Mamavogel verletzt 5. Juni 2017 um 09:24 Uhr

    Ich habe nun einen kleinen Vogel bei mir, leicht verletzt und scheinbar noch ein wenig unter Schock( nach einem Katzenangriff). Ich vermute es ist ein Mamavogel (sieht aus wie der Vogel aus dem Nistkasten in unserem Garten). Ich möchte gerne dem Vogel helfen und wünsche mir das die kleinen überleben. Bisher habe ich den Vogel sanft in ein Handtuch gelegt und Körner hingestellt.
    Über Hilfestellungen und gute Ratschläge würde ich mich freuen!

    Beste Grüße Carsten

  8. Sophie 6. Juli 2017 um 16:40 Uhr

    Ich habe einen jungvogel gefunden der warscheinlich aus dem Nest gefallen ist. Dieser zittert und atmet, tut aber sonst nichts. Ich habe ihm bereits wasser mit Traubenzucker Lösung und Körner gegeben. Was kann ich noch tun?

    • Christian Kolbe 11. Juli 2017 um 09:29 Uhr

      Liebe Sophie,

      es ist schön, dass du dich so um den Vogel sorgst. Wir können aus der Ferne leider schlecht beurteilen, was noch zu tun ist. Bitte wende dich daher an der ortsansässigen NABU.
      Viele Grüße aus der Redaktion

  9. Samantha 19. September 2017 um 14:25 Uhr

    Hallihallo,

    wir haben heute einen Vogel bei uns im Garten gefunden, der sehr schwach aussah und sich, bis aufs Atmen, nicht bewegt hat. Da wir selber eine Katze haben und es relativ kalt und nass war, wollten wir ihn nicht draußen liegen lassen und haben ihn in einen Karton mit Handtuch und Brotkrumen in einen ruhigen Raum gestellt.
    Jetzt wollten wir fragen, ob wir noch etwas machen können, oder einfach ein bisschen warten sollten.

    Viele Liebe Grüße

    • Christian Kolbe 19. September 2017 um 14:39 Uhr

      Hallo Samantha,

      zunächst einmal Danke für eure Hilfsbereitschaft! Wenn der Vogel in einigen Stunden nicht aktiver wirkt, könnt ihr ihn vorsichtig auf Knochenbrüche oder andere Verletzungen hin untersuchen und/oder mit ihm zum Tierarzt fahren. Am Ende dieses Artikels findet ihr auch Links zu Auffangstationen und anderen Hilfsangeboten.

      Alles Gute und beste Grüße aus der Redaktion!

  10. Lea Treuer 14. Oktober 2017 um 15:35 Uhr

    Hallo , wir haben heute eine Amsel-Dame mit gebrochenem Bein gefunden.
    Habe versucht ihr Wasser und Regenwürmer zu geben , sie hat aber beides abgeneigt.
    Weis jetzt nicht was ich tun soll.
    Deshalb währe ich sehr froh wenn irgendwer , der sich mit Vögeln auskennt , mir weiterhelfen könnte.
    Danke !!!

    • Christian Kolbe 17. Oktober 2017 um 12:53 Uhr

      Hallo Lea,

      am besten, ihr bringt die Amsel zum Tierarzt, zu einer Auffangstation der Wildvogelhilfe oder einer anderen Hilfsstation. Am Ende dieses Artikels findet ihr auch Links zu Auffangstationen und anderen Hilfsangeboten.

      Alles Gute und beste Grüße aus der Redaktion!

  11. Melina 23. Oktober 2017 um 21:07 Uhr

    Hallo, es ist zwar schon etwas her, aber ich möchte gerne von meinem Vogelfund berichten 🙂
    Einen kleinen Spatz habe ich an einem sehr heißen Tag bei uns in der Einfahrt gefunden. Ich denke durch die hohen Temperaturen ist der kleine aus dem Nest gehüpft, weil es unter dem Dach zu heiß geworden ist. Zuerst hatte ich wenig Hoffnung, er war total dehydriert, hatte die Augen geschlossen und war noch relativ ohne Federn, außerdem war ein Bein gebrochen. Ich habe ihn den ganzen Abend über mit Flüssigkeit versorgt, die auch angenommen wurde.
    Am nächsten Morgen gucke ich in seine Schale, die ich als Nestersatz genommen hatte, und ein munterer kleiner Piepmatz streckte mir schon erwartungsvoll seinen offenen Schnabel entgegen. Da wusste ich irgendwie, das der kleine durchkommen wird. Also wurde Futter besorgt und gesammelt. Zusätzlich wurde sein gebrochenes Bein von einer Tierärztin versorgt, wofür diese kein Geld verlangt hat, was unglaublich nett von ihr war. Zum Glück hatte ich die nächsten Wochen frei, denn es ist gar nicht so einfach eine Vogelmami zu sein. Ich konnte gar nicht oft genug füttern, so wie gebettelt wurde und das von sehr früh morgens bis relativ spät abends. Unglaublich war auch, wie schnell er gewachsen ist und schließlich auch fliegen gelernt hat. Ich hatte einen Käfig ausgeliehen und er durfte auch frei im Haus rumfliegen. Zuerst war es dann noch leicht ihn einzufangen, da er doch relativ an mich gewöhnt war, aber umso älter er wurde umso mehr ließ das nach, das war zwar traurig, aber doch gut so. Er fing an selbstständigen zu fressen und herum zu picken. Die Tierärztin hatte mir geraten ihn so lange bei mir zu behalten, bis er mit den Krallen seines ehemals gebrochenen Beines richtig zugreifen kann. Das tat ich auch, bis ich ihn schweren Herzens frei gelassen habe. Ich hoffe sehr, dass ich alles richtig gemacht habe und er selbstständig genug war um zu leben und sich futter zu suchen. Für mich persönlich war es eine spannende, anstrengende, aber sehr schöne Zeit!

    • Christian Kolbe 24. Oktober 2017 um 10:29 Uhr

      Oh Melina, das ist wirklich eine wunderschöne Geschichte und der Sperling hatte Glück, dass Du ihn aufgelesen hast 🙂

      Danke für dein Engagement und beste Grüße aus der Redaktion!

  12. Alex 14. Dezember 2017 um 15:54 Uhr

    Unser Kater hat gerad einen kleinen Vogel mit rein gebracht, keine Ahnung was für einer. Als ich ihn dazu brachte ihn fallen zu lassen, flatterte er plötzlich los, und gelangte mit einer Zwischenlandung unter unserem Küchentisch weiter hinter den Ofen, wo er hocken blieb.
    Nachdem der Kater ausgesperrt war und ich nen Eimer besorgt hatte, versuchte ich den Vogel einzufangen, aber er war dazu zu fit, und flog mehrfach panisch durch den Raum, immer ausreichend Abstand haltend. Am Ende gelangte er dabei jedes Mal zielsicher in irgendeine Ecke oder Nische, so dass es ans Abbauen von Blenden und Möbelrücken ging. Schließlich aber schoss er pfeilschnell und in geradem Flug durch das geöffnete Fenster, und war auch in Sekunden nicht mehr zu sehen.
    Beim anschließenden Aufräumen bemerkte ich leider dort, wo der Kater ihn fallen ließ, einen kleinen Blutfleck, so ein Quadratzentimeter vielleicht, und ein paar winzige Spritzer. Auch dort wo er zwischenlandete, unter dem Tisch, waren ein paar solche Spritzer, aber kein Fleck mehr. Hinter dem Ofen dann, wo er am längsten hockte, war alles sauber.
    Ob er es wohl schaffen wird? Die Blutung verringert ja vielleicht das Infektionsrisiko, allerdings weiß ich nicht, wie viel Blut solch kleine Vögel, ein Spatz oder sowas, erübrigen können. Gesehen hab ich die Verletzung nicht. Das Flugverhalten schien mir normal zu sein, und Futter hat er hier und in den umliegenden Gärten auch genug.

    • Christian Kolbe 14. Dezember 2017 um 17:09 Uhr

      Hallo Alex,

      zunächst einmal danke für deine Sorge und dein Engagement!
      Wir können aus der Ferne natürlich schwer beurteilen, ob der Vogel überleben wird, hoffen aber mit dir gemeinsam das Beste. Vielleicht hat euer Kater dem Vogel „nur“ kleinere Bisswunden zugefügt, die wieder verheilen werden. Er schien ja agil und ungehindert fliegen zu können.

      Alles Gute und beste Grüße aus der Redaktion!

  13. Iris 29. Dezember 2017 um 10:55 Uhr

    Hallo zusammen🤗
    Wir haben gestern im Stall einen Vogel gefunden ohne Schwanzfedern.ich denke da waren die Katzen am Werk. Wir haben ihn eingefangen und in einen Käfig gegeben mit Wasser und Vogelfutter für freilebenden Vögel. Er ist sehr sehr fit!
    Jetzt meine Frage:
    Wie lange müssen wir ihn im Käfig halten, so dass er kein Katzenfutter wird. Ich persönlich habe ein sau schlechtes Gefühl ihn in einen Käfig einzusperren wo er so fit ist. Lg Iris

    • Christian Kolbe 4. Januar 2018 um 10:39 Uhr

      Hallo Iris,

      erstmal vielen Dank für euer Engagement! Ihr könnt den Vogel zur Sicherheit zu einem Tierarzt bringen, der wird seinen Zustand am genausten beurteilen können. Falls euch das nicht möglich ist und der Vogel einen flugfähigen Eindruck macht, solltet ihr ihn wieder in die Freiheit entlassen. Dass er schlussendlich kein Katzenfutter wird, kann leider niemand garantieren, wir wünschen ihm aber mit euch gemeinsam alles Gute.

      Beste Grüße aus der Redaktion!

  14. Petra 17. Januar 2018 um 13:41 Uhr

    Hallo zusammen,
    der Kohlmeisenmann, der seit ein paar Wochen an meinem Fenster aus meiner Hand frisst, kam eben mit einer blutigen Wunde im Gesicht daher. Er fordert weiterhin Futter an und frisst auch, ich habe jetzt nach der Lektüre hier zudem Zuckerwasser vor’s Fenster gestellt. Traubenzucker gab es nicht zu kaufen, ich habe deshalb normalen Würfelzucker genommen – hoffentlich hilft das auch, falls er es überhaupt trinkt. Das Tier ist etwas ruhiger als sonst, kommt und geht aber abgesehen davon wie üblich. Ich hoffe, der Kleine erholt sich!

    • Alexandra Huth 18. Januar 2018 um 11:31 Uhr

      Hallo Petra,

      danke für Deine Sorge und Deinen Einsatz! Wir hoffen auch, dass es dem Kohlmeisenmann bald wieder besser geht.

      Beste Grüße aus der Redaktion!

  15. Thea 14. Mai 2018 um 23:41 Uhr

    Hallo,
    danke für die Infos oben. Hab heute eine verletzte Elster gefunden. Sie hat eine Kopfverletzung und lag mitten auf der Straße und bewegte sich kaum noch. Sie hat sich nicht einmal gewehrt als ich sie aufhob und in einen Wäschekorb setzte. Sie konnte auch nicht sitzen, sie ist immer nach links gefallen.
    Nach abtasten der Flügel und Beine konnte ich zum Glück keine Fraktur feststellen.

    Unser Tierarzt ist zur Zeit im Urlaub und der nächste ist sehr weit entfernt.

    Hab sie in eine ruhige Ecke auf unserer Terasse gestellt, den Korb Katzensicher abgedeckt.
    2 h später als ich nach ihr sah und ihr Futter und Wasser brachte hüpfte sie halb fliegend aus dem Korb, aber noch sehr geschwächt und noch unfähig alleine zurecht zu kommen.
    Hab sie zurück in den Korb gesetzt, dieses Mal hat sie sich gewehrt beim einfangen.

    Jetzt 4h später hat sie mittlerweile was gefuttert, sitzt sicher ohne umzukippen auf dem Ast den ich Ihr in den Korb gelegt habe, hat den Kopf auf den Flügel gelegt und schläft.

    Bin sehr froh das es ihr besser geht, wobei ich dachte das sie es nicht überleben wird. Sobald sie wieder ganz fit ist und richtig fliegen kann wird sie in die Freiheit entlassen.

    • Alexandra Huth 15. Mai 2018 um 09:40 Uhr

      Hallo Thea,

      super, dass Du dich so für die Elster eingesetzt hast, ein tolles Happy End!

      Beste Grüße aus der Redaktion!

  16. Andrea 19. Juli 2018 um 17:44 Uhr

    Eine ganz junge amsel ist in unseren gartenteich gefallen. Weil die Eltern plötzlich ganz laut Alarm geschlagen haben, haben wir das schnell gemerkt und sie aus dem Wasser geholt. Sie lebt, zittert aber, bewegt sich kaum, augen halb geschlossen. Die Eltern locken sie, aber sie reagiert nicht. Wir haben sie in ein kleines handtuch gehüllt und sie zittert nicht mehr. Was können wir noch tun außer warten? Hat sie wasser in der Lunge?

    • Alexandra Huth 24. Juli 2018 um 11:23 Uhr

      Hallo Andrea,

      den genauen Zustand der kleinen Amsel können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Falls sie immer noch bei euch ist und ihre Verfassung sich nicht gebessert hat, solltet ihr sie zu einem Tierarzt bringen.

      Alles Gute und beste Grüße aus der Redaktion!

  17. Milos 29. Juli 2018 um 12:49 Uhr

    Hallo, ich bin gerade in Griechenland im Uraub und habe mit meinem Sohn eine Schwalbe mit einer Verletzung am rechten Flügel gefunden. Keine Blutung, eher ein Knochenbruch. Morgen früh fahren wir wieder zurück. Was würdet ihr tun? Also einen Griechen frage ich hier bestimmt nicht nach Rat…Die würden den eher wegwerfen oder ähnlich. Tierlieb ist hier keiner, das konnte ich an streunenden Hunden feststellen. Folgendes habe ich versucht: Wasser in einem Gefäß zum trinken hingestellt, leider ohne Erfolg. Brot aufgeweicht und vorsichtig vor den Schnabel gelegt, da hat die Schwalbe ein paar mal gepickt und gefressen.
    Habe ihn sonst noch in den Schatten unter einem Gebüsch gelegt. War es da von meiner Seite aus? Danke für die Hilfe und Grüße

    • Alexandra Huth 29. Juli 2018 um 20:11 Uhr

      Hallo Milos,

      ja, da hast du im Grunde schon alles getan, was sich machen ließ. Ihr könntet die Schwalbe höchstens noch zu einem Tierarzt bringen, aber das ist im Ausland wahrscheinlich nicht ganz so einfach. Solche Fälle sind sehr traurig, aber gehören leider auch zum Lauf der Natur. Die Schwalbe hatte noch Glück im Unglück, weil ihr euch so lieb um sie gekümmert habt.

      Gute Heimreise und beste Grüße aus der Redaktion!

  18. Tatjana 16. August 2018 um 19:40 Uhr

    Hallo,
    Uns ist ein Spatz zugeflogen er frisst und trinkt
    badet im Wasser Apfel. Aber heute ist mir aufgefallen das er an einer hinteren Kralle verletzt ist ich sag mal daumenkralle sie ist schwarz und trocken das Füßchen ist nicht geschwollen aber er humpelt jetzt. Hat er anfangs nicht gemacht. Was soll ich nun machen?
    Vielen Dank schonmal

    • Alexandra Huth 21. August 2018 um 10:07 Uhr

      Hallo Tatjana,

      bringt den kleinen Spatz am besten zu einem Tierarzt. Ruft vorher dort an, um in Erfahrung zu bringen, ob die Praxis auch Wildvögel behandelt. Eine zweite Möglichkeit bilden Auffangstationen für Vögel. Auf dieser Seite des NABU findet ihr eine Deutschlandkarte mit den Stationen, vielleicht gibt es ja eine in eurer Nähe.

      Alles Gute und beste Grüße aus der Redaktion!

  19. Leonie 20. September 2018 um 21:12 Uhr

    Hallo,
    ich habe ich habe heute eine kohlmeise vor meiner Katze gerettet. Da es jetzt schon ziemlich spät ist haben wir Sie in einen Vogelkäfig in unserem Stall gelegt und warten die Nacht über ab wie sie sich entwickelt. Wir haben ihr auch etwas zu trinken und was zu Essen zur Verfügung gestellt und hoffen dass es ihr bald wieder besser geht. Sie hat versucht von alleine wieder weg zu fliegen aber kippt immer wieder um. Sollten wir deswegen zum Tierarzt gehen?

    • Alexandra Huth 25. September 2018 um 14:36 Uhr

      Hallo Leonie,

      ja, wenn es der Meise mittlerweile nicht besser geht, solltet ihr lieber einen Tierarzt aufsuchen.

      Beste Grüße aus der Redaktion!

  20. Steffi Donhauser 30. September 2018 um 00:35 Uhr

    Hallo, heute am späten nachmittag kam meine Katze mit einem Vogel im Maul nach Hause. Ich dachte zuerst dass er nicht mehr lebt, da sie bisher nur bereits tote Tiere mit ins Haus gebracht hat. Aber als sie ihn aus dem Mail fallen ließ, hat der kleine Piepmatz versucht davon zu fliegen, was aber nicht funktioniert hat. Ich hab meine Katze natürlich sofort außer Reichweite gebracht und mir den kleinen genauer angeschaut. Ich hab leider keine große Ahnung was Vogelarten betrifft, deshalb kann ich nicht sagen, was für ein Vogel es genau ist. Jedenfalls ist er kleiner als eine Amsel, aber größer als ein Spatz. Außerdem sah er nicht nach einem Jungtier, sondern schon ausgewachsen aus.
    Was mir als erstes auffiel, waren seine Flügel, die aussahen als wären sie gebrochen. Zumindest der linke Flügel hing komisch dran, den rechten konnte er bewegen (er hat ein paar Flugversuche unternommen, die aber allesamt scheiterten) aber es fehlten dort auch einige Federn. Ansonsten konnte ich aber keine Verletzungen, wie Bisswunden oder Blutungen ausmachen. Er sah mich mit wachen Augen an und man merkte dass er unter Schock stand.
    Ich hab dann erst mal einen kleinen Karton geholt, ein Handtuch rein gelegt, sowie ein paar Körner eingestreut (Sonnenblumenkerne und Kürbiskernöl, da ich sonst nicht s anderes zu Hause hatte) und ein kleines schälchen mit Wasser hab ich auch in die Ecke des Kartons gestellt. Dann hab ich den Kleinen reingesetzt, ihn in ein warmes,katzenfreies Zimmer gestellt und hab den Karton mit einem luftigen Tuch halb abgedeckt, so dass genügend Sauerstoff reinkommt. Außerdem hab ich das Licht im Zimmer ausgemacht weil ich gelesen habe, dass sich Vögel im Dunkeln besser beruhigen. Das ganze war vor ca 5 Stunden. Da mein Freund heut leider mit dem Auto unterwegs ist,bestand nicht die Möglichkeit zu einem Tiernotdienst zu fahren. Ich hab immer mal wieder nach ihm geschaut und er sitzt halt im Karton, immer am selben Fleck und guckt mich jedesmal ganz aufmerksam und wach an wenn ich nach ihm sehe. Gegessen und getrunken hat er aber bis jetzt noch nichts.
    Morgen wäre ich mit ihm zum Tierarzt gefahren, ich hoffe dass er überlebt.
    Gibt es irgendwas, was ich noch tun kann um seine Chancen zu steigern? Oder habt ihr sonst noch irgendwelche Tipps? Ich hab einfach aus meinem Bauchgefühl herausgehandelt, ich hoffe das mit den Körner und mit dem trinken ist ok. Bin um jeden Rat dankbar.

    LG Steffi

    • Alexandra Huth 2. Oktober 2018 um 10:07 Uhr

      Hallo Steffi,

      keine Sorge, du hast dich soweit richtig verhalten. Wie geht es dem Vogel denn mittlerweile, konntet ihr ihn zum Tierarzt bringen?

      Alles Gute und beste Grüße aus der Redaktion!

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