Vogel des Jahres 2013 – die Bekassine

Vogel des Jahres 2013 – die Bekassine

Sie heißt im Volksmund „Meckervogel“, gehört zur Familie der Schnepfenvögel und ist in Deutschland vom Aussterben bedroht: Die Bekassine. Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) haben sie nun zum „Vogel des Jahres 2013″ gekürt und machen so auf den gefährdeten Vogel aufmerksam. Der neue Vogel des Jahres ist etwa drosselgroß, hat ein bräunliches Gefieder mit weißen Längsstreifen und einen auffällig langen Schnabel. Die Bekassine fliegt sehr schnell und kann sich durch ihr Gefieder gut tarnen. In Deutschland ist der neue Vogel des Jahres 2013 hauptsächlich in den nördlichen Regionen zu beobachten.

Vogel-Botschafterin für Moore und Feuchtwiesen

Der Bestand der Bekassinen in Deutschland hat sich in den vergangenen 20 Jahren nahezu halbiert. So leben aktuell nur noch zwischen 5.500 und 6.700 Brutpaare in der Bundesrepublik. Der Rückgang des neuen „Vogel des Jahres“ liegt vor allem an der fortschreitenden Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume: der Moore und Feuchtwiesen. Diese weichen Böden benötigt die Bekassine, um mit ihrem langen Schnabel nach Nahrung zu suchen. Die zunehmende Entwässerung von Landschaften für landwirtschaftliche oder bauliche Zwecke sorgt dafür, dass der Boden dafür zu hart wird. Laut NABU sind 95 Prozent der heimischen Moore zerstört – schwindender Lebensraum nicht nur für die Bekassine. Die Wahl zum „Vogel des Jahres 2013“ soll für diese Problematik sensibilisieren.

Das auffällige Balzverhalten des Vogel des Jahres

Auffällig und interessant zu beobachten ist bei der Bekassine vor allem das Balzverhalten. Die Männchen vollführen dabei einen eindrucksvollen Kunstflug. Sie steigen im Zickzack-Kurs auf etwa 50 Meter Höhe und lassen sich danach im Steilflug fallen. Dabei spreizt der Vogel des Jahres die äußeren Schwanzfedern ab, wodurch ein sogenanntes „Wummern“ entsteht. Ein Geräusch, das wie ein „Meckern“ klingt – daher der Name „Meckervogel“. Derzeit befinden sich der neue „Vogel des Jahres 2013“ auf dem Zug in die Überwinterungsquartiere. Diese reichen vom Bodensee bis zum Äquator. In Deutschland zu beobachten ist der „Vogel des Jahres 2013“ also nur noch für kurze Zeit; oder wieder im Frühjahr 2013, dem Jahr der Bekassine.

Bildquelle: NABU/W. Rolfes

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