Amethystglanzstar – Schillernder Termitenjäger

Amethystglanzstar – Schillernder Termitenjäger

So violett wie ein Amethyst bleibt der Amethystglanzstar nicht lange. Sein metallisches Gefieder wechselt mit jeder Bewegung ein wenig die Farbe.

Aussehen

Wie der Name schon sagt, gehört unser Vogel der Woche zur Familie der Stare. Er wird 16 bis 18 Zentimeter lang, ist also etwas kleiner als eine Amsel. Vor allem die Männchen fallen durch ihr spektakuläres Federkleid auf. Bauch und Bürzel sind bei ihnen strahlend weiß. Das restliche Gefieder, vom Kopf über Rücken und Flügel bis zum Schwanz, schillert in den schönsten Farben. Je nach Lichteinfall reicht das Spektrum von verschiedenen Violett- und Rosatönen bis zu Blau und Orange. Die Weibchen sind wesentlich schlichter gefärbt. Sie haben einen weißen, braun gestrichelten Bauch und sind an Kopf und Rücken hellbraun. Der Ruf ist ein quietschendes, häufig wiederholtes Tschilpen. Manchmal lassen die Vögel auch ein langgezogenes Pfeifen ertönen.

Vorkommen

Der Amethystglanzstar hat sein Verbreitungsgebiet im Südwesten der Arabischen Halbinsel sowie in Afrika, südlich der Sahara. Er fühlt sich in Regenwäldern, Savannen und offenem Waldland sowie in den Parks und Gärten der Menschen wohl. Einige Vögel leben ganzjährig an einem Standort, andere ziehen nomadisch umher. Von der Weltnaturschutzunion wird die Art als nicht gefährdet eingestuft. Bisher sind drei verschiedene Unterarten bekannt.

Verhalten und Wissenswertes

Amethystglanzstare sind sehr gesellige Vögel und leben in großen Kolonien zusammen. Wenn viele von ihnen gemeinsam in der Sonne sitzen und ihr Gefieder bewegen, ergibt das ein atemberaubendes Bild. Bei der Nahrungssuche halten sie nach Früchten und Insekten Ausschau. Vor allem Termiten sind ein beliebter Leckerbissen, die Vögel fangen sie geschickt im Flug.

In der Brutzeit bauen die Vögel ihre Nester aus Federn, Blättern und Halmen. Sie errichten sie am liebsten in den geschützten Höhlen alter Bäume. Dort legt das Weibchen vier bis sechs rotbraun getupfte Eier. Diese bebrütet sie etwa zwei Wochen lang. Sind die Jungen geschlüpft, beteiligt sich das Männchen an der Fütterung. Nach etwa drei Wochen fliegen die Jungen aus. Sie ähneln in ihrem Jugendkleid dem Weibchen.

Foto: Francesco Veronesi (CC BY-SA 2.0)

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