Buschrohrsänger – Getarntes Gesangstalent

Buschrohrsänger – Getarntes Gesangstalent

Aussehen

Der Buschrohrsänger gehört zur Familie der Grasmückenartigen. Er ist ein schlanker, zierlicher Vogel und wird etwa 14 Zentimeter lang. Seine äußere Erscheinung kann er ein wenig verändern, indem er die Kopffedern zu einer kecken Haube aufstellt. Das Gefieder ist an der Oberseite grau-braun, die Unterseite hellbeige mit einem Stich ins Olivgrün. Der Schnabel ist lang und spitz; er wird durch einen hellen Streifen mit dem Auge verbunden. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt.

Vorkommen

Das Brutgebiet des Buschrohrsängers reicht vom Süden Finnlands über das Baltikum weiter nach Osten bis nach Sibirien. Im Süden ist der kleine Vogel bis nach Nepal, Indien und Sri Lanka verbreitet. Vögel als den nördlicheren Populationen verbringen dort den Winter.

Unser Vogel der Woche bewohnt gern dicht bewachsene Wiesen mit Büschen und Sträuchern. Er fühlt sich aber auch in der Vegetation an Seen, Sümpfen und Flüssen wohl. Ebenso kann er in Steppengebieten mit Dschungelgräsern oder aber in Gärten, Parks und auf Friedhöfen auftauchen.

Verhalten und Wissenswertes

Wegen der einfachen Gefiederfärbung lässt sich der Buschrohrsänger nur schwer von seinen Artgenossen unterscheiden. Vor allem Teichrohrsänger und Sumpfrohrsänger sehen ihm ähnlich. Das beste Erkennungsmerkmal ist tatsächlich der Gesang. Er klingt relativ leise und melodisch und wird in einzelnen Strophen vorgetragen. Häufig bindet der Buschrohrsänger die Stimmen anderer Vogelarten ein, die er sehr gut imitieren kann. Sein Gesang erklingt sowohl tagsüber als auch in der Nacht.

Unser Vogel der Woche ernährt sich vor allem von Käfern, Larven, Schmetterlingen sowie von Spinnen und Schnecken. Die meiste Nahrung findet er in der Strauch- und Krautschicht. Fluginsekten fängt er bei Gelegenheit auch aus der Luft.

In der Brutzeit errichten die Weibchen die Nester, meist im Schutz von Pflanzen und höchstens einen Meter über dem Boden. Ein Weibchen legt bis zu sechs Eier, die sehr unterschiedlich gefärbt sein können: grün, beige, grau bis hin zu pink mit grünen oder rötlichen Flecken. Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungen noch etwa 12 Tage im Nest. Danach können sie zwar noch nicht fliegen, huschen aber schon in den Sträuchern und Büschen umher und erbeuten ihre erste Nahrung.

Foto: Imran Shah ( CC BY-SA 2.0 )

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