Rotohrbülbül – Badespaß mit Haube

Rotohrbülbül – Badespaß mit Haube

Der Rotohrbülbül lebt oft in der Nähe des Menschen. Er singt betörend schön und nimmt jeden Tag ein Bad.

Aussehen

Der Rotohrbülbül wird etwa 20 Zentimeter lang. Er hat einen rundlichen Körper, einen relativ kurzen Schwanz und eine auffällige, spitze Federhaube auf dem Kopf. Sie ist schwarz gefärbt, genau wie die obere Gesichtshälfte und der Nacken. Augen und Schnabel sind ebenfalls schwarz. Wie der Name schon sagt, hat der Rotohrbülbül hinter den Augen zwei leuchtend rote Ohrflecken. Der darunter liegende Wangenfleck und die Kehle sind weiß. Das Obergefieder ist braun gefärbt, die Bauchseite hingegen hell. Am braunen Schwanz finden sich weiße Federspitzen, der Bürzel ist leuchtend orange. Männchen und Weibchen sind bei dieser Art gleich gefärbt.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet reicht von Indien bis in den Süden Chinas und nach Malaysia. Der Rotohrbülbül fühlt sich in lichten Wäldern und buschreichem Offenland wohl. Außerdem besiedelt er Parks und Gärten. In den Bergen lebt er bis in Höhen von 2.500 Metern. In Dörfern und Städten verlieren die Vögel oft die Scheu vor dem Menschen und sind dann sehr neugierig und zutraulich. Die Art wird häufig in Volieren und Zoos gehalten.

Verhalten und Wissenswertes

Rotohrbülbüle lieben es, ausführlich zu baden und stürzen sich täglich ins erfrischende Nass. Danach lassen sie ihr Gefieder in der Sonne trocknen und plustern sich dazu ordentlich auf.

Der Name „Bülbül“ stammt aus dem Persischen und bedeutet „Nachtigall“. Kein Wunder, denn der vorwitzige Vogel hat einen munteren, flötenden und sehr angenehmen Gesang. Die Männchen tragen ihre abwechslungsreichen Strophen gerne auf erhöhten Singwarten vor. Das Singen dient ihnen auch dazu, ihr Revier zu markieren.

In der Brutzeit baut das Weibchen ein napfförmiges Nest aus Wurzeln, Gräsern und Moos. Darin werden zwei bis vier helle Eier mit roten und braunen Flecken gelegt. Das Weibchen brütet allein. Nach 12 bis 14 Tagen schlüpfen die Jungen und bekommen von beiden Eltern Futter. Rotohrbülbüls ernähren sich von Insekten, reifen Früchten und Blütennektar. In Obstplantagen sind sie nicht gern gesehen, da sie besonders in Kolonien sehr schnell großen Schaden anrichten können.

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