Rosenmantelgimpel – Rosiger Vegetarier

Rosenmantelgimpel – Rosiger Vegetarier

Der Rosenmantelgimpel lebt und brütet in den Gebirgen Zentralasiens und ernährt sich von Pflanzensamen.

Aussehen

Der Rosenmantelgimpel gehört zur Familie der Finken und wird etwa 18 Zentimeter groß. Beide Geschlechter besitzen einen kurzen, dicken und sehr kräftigen Schnabel. Ansonsten unterscheiden sie sich aber deutlich. Das Gefieder des Männchens ist am Kopf bräunlich-rosa, mit weißen Spitzen über den Augen und an den Wangen. Die Kehle ist meist kräftig rosa. Rücken, Schultern und Flügel sind braun-rot mit einem sanften Streifenmuster. Die Bauchseite ist rosa bis lila und wird zu den Flanken hin immer bräunlicher. Der Schwanz ist leicht gegabelt und dunkelbraun mit rötlichen Säumen. Dagegen hebt sich der Bürzel in hellem Rosa ab.

Beim Weibchen reicht ein Blick, um zu erkennen, dass es viel schlichter gefärbt ist. Sein Gefieder ist nämlich größtenteils graubraun und gestreift, vor allem am Bauch. Manchmal weist der Bürzel des Weibchens einen zartrosa Farbton auf.

Vorkommen

Rosenmantelgimpel brüten in einigen Teilen Afghanistans sowie in Nordwestindien, Nordwestchina und der Mongolei. Zur Brutzeit zieht er sich ins Gebirge zurück, während er im Winter in tiefere Lagen wandert. Im Sommer sind Bergwiesen und -wälder sein bevorzugter Lebensraum. In den Wintermonaten ist er manchmal auch am Rand von Ortschaften und in Gärten anzutreffen.

Verhalten und Wissenswertes

Die Brutpaare finden sich bereits im März und April. Jedes Paar beansprucht ein eigenes kleines Revier für sich. Den Nestbau übernehmen die Weibchen. Dafür suchen sie sich geschützte Plätze auf Bäumen, in Gehölzen oder Gebüschen – besonders beliebt sind Wildrosen. Zwischen Ende Mai und Anfang Juni legt das Weibchen zwei bis fünf Eier. Diese werden vom Weibchen zwei bis drei Wochen bebrütet, während das Männchen Nahrung herbeischafft. Nach dem Schlüpfen der Jungen beteiligen sich beide Eltern an der Fütterung.

Unsere Vögel der Woche verspeisen am liebsten verschiedene Pflanzensamen, die sie in der unteren Strauchschicht oder am Boden finden.

Foto: Imran Shah (CC BY-SA 2.0)

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