Graugans – Vom Zugvogel zum Standvogel

Graugans – Vom Zugvogel zum Standvogel

Die Graugans ist nach der Kanadagans die zweitgrößte Gans in Europa. Die bei uns heimische Vogelart zog ursprünglich im Winter gen Süden. Mittlerweile erfreut die Graugans aber das ganze Jahr über Vogelbeobachter in Deutschland mit ihrer Anwesenheit und hat sich damit in den meisten Teilen Deutschlands zum Standvogel weiterentwickelt.

Aussehen

Graugänse werden verhältnismäßig groß, nämlich bis zu 90 Zentimeter. Dabei sind die männlichen Tiere der Vogelart etwas größer als die weiblichen Gänse. Davon abgesehen verfügt die Graugans über keinen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Wie der Name der Vogelart es schon sagt, sind Graugänse hauptsächlich grau gefiedert. Am Bauch können Vogelbeobachter jedoch dunkle Flecken entdecken, die je nach Vogel und Region unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Auch die Schwungfedern sind beinahe schwarz gefärbt, wobei die oberen Flügelfedern wiederum hellgrau sind. Die grauen Federn am relativ dicken Hals der Graugans sind schräg angeordnet, wodurch er längsgestreift erscheint. Im Kontrast zu dem verhältnismäßig schlichten Gefieder der Graugans sind die kräftigen Füße und der recht massige Schnabel orange-rot.

Vorkommen

Graugänse ernähren sich hauptsächlich von kurzen Gräsern und Kräutern, weshalb Vogelbeobachter sie meist an Weideflächen sichten können. Sie schwimmen und baden sehr gerne, kommen aber auch ohne große Wasserflächen aus. Aufgrund ihrer geringen Ansprüche sind die Graugänse weit verbreitet.

Vogelbeobachtungs-Tipps

Graugänse hört man schon aus weiter Entfernung an ihrem Ruf, der stark an die Hausgans erinnert. Dabei verfügen die Graugänse auch über viele andere Rufe, bis hin zu einem wohltönenden Trompeten. Vogelbeobachter, die über sich viele Rufe hören, sehen beim Aufblicken oft die V-Formation der Graugänse.

Da die Paarbindung bei der Vogelart sehr stark ausgeprägt ist und sie meist für ihr ganzes Leben zusammenbleiben, werden die Graugänse in der Regel von Vogelbeobachtern auch meist paarweise gesichtet. Dadurch kann sehr schön das Verhalten der einzelnen Vögel zueinander beobachtet werden.

Foto: © Wolfgang Buttgereit – pixelio.de

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