Bachstelze – unsere häufigste Stelze

Bachstelze – unsere häufigste Stelze

Die Bachstelze ist die bei uns häufigste Vogelart aus der Familie der Stelzen und Pieper. Sie ist in ganz Europa zu finden und auch fern von Bachufern zuhause. Wir wollen den kleinen Vogel mit dem charakteristischen Gang vorstellen.

Aussehen

Obwohl die Bachstelze in etwa die gleiche Körperlänge wie ein Neuntöter aufweist, wirkt sie wesentlich kleiner, was mit dem erstaunlich langen Schwanz der Vogelart zusammenhängt. Typisch für die Bachstelze sind die dünnen schwarzen Beine und der spitze, ebenfalls schwarze, Schnabel. Die Bachstelze hat ein weißes Gesicht und einen deutlich abgegrenzten schwarzen Kehlfleck und Hinterkopf/Nacken. Der Rücken des Vogels ist grau, seine Flügel und der Schwanz haben dunkle Federn mit hellem Rand. Der Bauch der Bachstelze ist wiederum weiß gefiedert, sodass sich ein sehr kontrastreiches Bild ergibt. Im Schlichtkleid und auch bei weiblichen Tieren der Vogelart sind der schwarze Nacken und der Kehlfleck weniger deutlich abgegrenzt: Das weiße Gesichtsgefieder ist grau meliert und auch der schwarze Nacken geht oft fließender in das graue Rückengefieder über.

Vorkommen

Die Bachstelze ist, wie ihr Name schon vermuten lässt, vor allem am Ufer von Gewässern zuhause. Dazu zählen jedoch nicht nur Bäche, sondern auch Kiesgruben, Seen oder das Meer. Da die Bachstelze sich außerdem hauptsächlich von Insekten ernährt, die sie auf flachrasigen Flächen jagt, ist sie auch auf Wiesen- und Ackerflächen zu finden. Obwohl die meisten Bachstelzen im Winter in den Süden ziehen, überwintern einige Vögel bei uns. Die Bachstelze gehört also zu den Teilziehern.

Vogelbestimmungs-Tipp

Die Bachstelze ist nicht nur an ihrem kontrastreichen Gefieder zu erkennen, sondern auch an ihrem charakteristischen Ruf und ihrer Gangart. Typisch ist ein trippelnder, schneller Gang, bei dem die Bachstelze den Kopf ruckartig bewegt und mit dem Schwanz auf und ab wippt. Obwohl die Bachstelze zu den Singvögeln gehört, singt sie selten. Meist hört man nur den metallisch klingenden, hohen Ruf, der wie ein Tschi-Witt klingt.

Foto: © Peashooter – pixelio.de

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