Berglaubsänger – Wärmeliebender Insektenfresser

Berglaubsänger – Wärmeliebender Insektenfresser

Aussehen

Mit einer Körperlänge von 11 bis 12 Zentimetern gehört der Berglaubsänger zu den kleineren Singvögeln. Seine Oberseite ist bräunlich-grau mit hellgrünen Akzenten. Diese finden sich vor allem auf den Flügeln. An Kehle, Brust und Bauch ist das Gefieder weiß. Der helle Bürzel trägt oft einen Stich Gelb. Am hellgrauen Kopf findet sich ein heller, weich gezeichneter Überaugenstreif. Der Schnabel ist kurz und spitz. Männchen und Weibchen haben bei dieser Art die gleiche Färbung.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet umfasst den Norden Afrikas sowie große Teile Spaniens, Frankreichs und Italiens. Die Art brütet außerdem in Belgien, Österreich, der Schweiz und Süddeutschland. Eine recht verlässliche Grenze bildet der Nordrand der Alpen. Als Langstreckenzieher verbringt der Berglaubsänger den Winter in Afrika, südlich der Sahara. Er ist sehr standorttreu und kehrt jedes Jahr in seine alten Reviere zurück. Der Wegzug erfolgt im Juli und August. Ende April bis Mitte Mai kommen die Vögel dann wieder in ihren Brutgebieten an.

Unser Vogel der Woche ist in Mittel- und Hochgebirgen anzutreffen. Dort brütet er an sonnigen Hängen und in lichten, trockenen Laub- und Nadelwäldern. Diese müssen nicht besonders groß sein. Je mehr sich das Gebiet unter Sonneneinstrahlung aufheizt, desto besser.  Die Strauchschicht ist meist sehr lückenhaft, die Grasschicht hingegen geschlossen.

Verhalten und Wissenswertes

Die Hauptnahrung des kleinen Vogels besteht aus Insekten, deren Larven und Spinnen. Er sammelt seine Beute vorsichtig von Ästen und Blättern ab. Manchmal gibt es auch eine kurze Jagd im Flug.

In der kurzen Brutzeit von Mai bis Juli errichten die Vögel aus Halmen, Laub und Gras ein höhlenartiges Nest am Boden. Der Nesteingang liegt versteckt im Gras und führt durch eine Röhre zum eigentlichen Nest. So sind die braun getupften Eier gut versteckt. Das Weibchen bebrütet sie etwa zwei Wochen lang, bis die Jungen schlüpfen. Dann tragen beide Eltern reichlich Futter zum Nest. Zwischendurch werden die Jungen auch immer wieder vom Weibchen gewärmt. Nach 11 bis 13 Tagen verlassen sie das Nest.

Foto: Francesco Veronesi ( CC BY-SA 2.0 )

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