Nonnensteinschmätzer – Fröhlicher Felsenbewohner

Nonnensteinschmätzer – Fröhlicher Felsenbewohner

Der Nonnensteinschmätzer brütet in Südosteuropa. Männchen fallen durch ihr schwarz-weißes Gefieder auf.

Aussehen

Der Nonnensteinschmätzer gehört zu den Schnäpperverwandten und wird etwa 15 Zentimeter groß. Männchen im Prachtkleid sind sehr gut an ihrer schwarz-weißen Färbung zu erkennen. Das Gefieder an Gesicht, Brust, Flügeln und Rücken ist schwarz. Bauch und Oberkopf sind hingegen weiß gefärbt. So erinnert das Gefieder der Männchen tatsächlich ein wenig an das Gewand einer Nonne. Allerdings ist die Kopfplatte oft nicht komplett weiß, sondern mit einem hellen Braun vermischt. Im Flug erkennt man den weißen Bürzel und den breiten, keilförmigen Schwanz mit schwarzen Federspitzen.

Die Weibchen sehen unauffälliger aus. Sie sind oberseits erdbraun mit dunkelbraunen Flügeln und haben einen verwaschen weißen Bauch.

Vorkommen

Nonnensteinschmätzer haben ihr Verbreitungsgebiet im Südosten Europas sowie in Zentralasien. Sie sind vor allem in felsigen Lebensräumen zu finden und brüten von den Küstenklippen bis ins Gebirge.

Als Zugvögel brechen die Nonnensteinschmätzer im Herbst zu ihren Winterquartieren im Nordosten Afrikas auf. Für die nordöstliche Population bedeutet das einen Zugweg von rund 8.000 Kilometern! Auch im Winterquartier fühlen sich unsere Vögel der Woche in offenen, felsigen Lebensräumen am wohlsten.

Verhalten und Wissenswertes

Wie es für Schnäpper typisch ist, sitzt der Nonnensteinschmätzer gern erhöht auf Felsen oder Büschen und beobachtet aufmerksam seine Umgebung. Dabei gibt er immer wieder kurze, raue Rufe von sich und wippt mit dem Schwanz auf und ab. Hat er eine Beute erspäht, fliegt er knapp über dem Boden darauf zu und pickt sie mit dem Schnabel auf. Ameisen und Käfer stehen ganz oben auf seinem Speiseplan, Grashüpfer, Fliegen, Motten und verschiedene Larven lässt er sich ebenfalls schmecken. Wenn er nicht gerade auf der Jagd ist, lässt er seinen fröhlich zwirtschernden, manchmal leicht gequetscht klingenden Gesang ertönen.

Je nach Standort ist die Brutzeit von Mai bis August. Das Weibchen legt vier bis sechs Eier in ein lockeres Nest aus Grashalmen und Wurzeln. Die Eier müssen knapp zwei Wochen bebrütet werden. Die Jungen sind schon nach einer Woche unabhängig von den Eltern und können nach einer weiteren Woche fliegen.

Foto: Imran Shah (CC BY-SA 2.0)

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