Prachtstaffelschwanz – Agiler Bläuling

Prachtstaffelschwanz – Agiler Bläuling

Mit seinem blau-schwarzen Gefieder fällt der Prachtstaffelschwanz trotz seiner geringen Größe auf. Mehr über den australischen Singvogel lest ihr hier.

Aussehen

Der Prachtstaffelschwanz gehört zu den Sperlingsvögeln. Er wird 14 bis 16 Zentimeter lang und nur 10 bis 15 Gramm schwer. Außerhalb der Brutzeit sind sich die Geschlechter recht ähnlich. Im Prachtkleid ist das Männchen jedoch unverwechselbar. Es fällt dann durch die leuchtend blaue Färbung an Scheitel, Stirn, Wangen und oberem Rücken auf. Die sonstigen Bereiche an Kopf und Brust sind schwarz, was einen reizvollen Kontrast bietet. Am Übergang zum hellen Bauch ist die Brust oft dunkelblau verwaschen. Die kurzen, rundlichen Flügel sind bräunlich, der lange Schwanz hingegen dunkelblau. Am unteren Rücken ist das Männchen schwarz gefärbt. Es hat einen dünnen, leicht gebogenen, schwarzen Schnabel.

Der Schnabel des Weibchens ist rotbraun. Der Bereich um das Auge ist oft genauso gefärbt. Das Weibchen trägt ganzjährig ein unauffälliges, graubraunes Gefieder mit heller Unterseite.

Vorkommen

Unser Vogel der Woche kommt in Australien, auf Tasmanien und auf einigen umliegenden Inseln vor. Er besiedelt am liebsten Wiesen, Waldränder und Buschland mit dichter Bodenvegetation.

Verhalten und Wissenswertes

Zur Nahrung des Prachtstaffelschwanzes gehören vor allem Insekten und deren Larven. Diese fängt er im Flug aus der Luft oder sammelt sie von Blättern ab. Im Winter stehen auch Früchte, Beeren und Sämereien auf dem Speiseplan.

Die Paarungszeit dauert in Australien von September bis Dezember. Die Vögel bilden kleine Familiengruppen, die aus einem brütenden Pärchen und mehreren „Bruthelfern“ bestehen. Das Nest ist eine weiche Kugel aus Wurzeln und Gräsern, die in einem dichten Gebüsch befestigt wird. Damit alles hält, nutzen die Vögel Spinnenweben als Kleber.

Um sich gegen den australischen Rotschwanzkuckuck zu wehren, der seine Eier in fremde Nester legt, hat der Prachtstaffelschwanz eine erstaunliche Strategie entwickelt. Die Weibchen singen den ungeschlüpften Embryos beim Brüten vor. So erlernen die Jungen schon im Ei den ganz bestimmten Gesang, den sie dann in ihre Bettelrufe einbauen müssen. Das Kuckucks-Junge wird meist zu spät ins Nest geschleust, um den Gesang noch zu erlernen. So können die Eltern den „falschen“ Jungvogel erkennen und füttern ihn daraufhin nicht. Manchmal geben sie auch die ganze Brut auf, wenn ein Kuckucksei darin ist.

Foto: patrickkavanagh ( CC BY 2.0 )

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