Der Quetzal – Gottgleicher Nationalvogel

Der Quetzal – Gottgleicher Nationalvogel

Der bunte Nationalvogel Guatemalas, der Quetzal, wird auch „Göttervogel“ genannt. Er ist Namensgeber für die nationale Währung in dem südamerikanischen Land. Für bestimmte Urvölker ist der Vogel schon seit Jahrhunderten heilig.

Aussehen

Der Quetzal wird etwa 30 cm lang und trägt ein schillerndes grün-blaues Gefieder. Der Bauch des Männchens ist feuerrot. Es trägt eine beeindruckende Schwanzfeder, die bis zu 100 cm lang werden kann. Diese passt nicht einmal in die Nisthöhle, weswegen sie aus der Öffnung heraushängt. Während der Brut wird die Schwanzfeder von langen Oberschwanzfedern überdeckt, die später jedoch wieder ausfallen.

Vorkommen

Wer auf der Suche nach dem gottgleichen Vogel ist, sollte sich in den Nebelwäldern Mittelamerikas im Hochland auf die Suche machen. Vor allem in den Gebirgswäldern Costa Ricas, Guatemalas und in Mexiko treibt sich der Quetzal gern herum. Er braucht das spezielle immerfeuchte Klima, um eine geeignete Nisthöhle zu finden: Diese schabt er sich in das morsche Holz toter und schon verrottender Baumstümpfe. Für weitere südamerikanische Schönheiten schaut auf unseren Beiträgen über Bolivien und Peru vorbei!

Verhalten und Wissenswertes

Am liebsten frisst der Quetzal stachelbeergroße Früchte, die an wilden Avocadobäumen wachsen. Indem er die Samen später wieder hochwürgt und auf dem Boden verteilt, hilft er der Baumart, sich zu verbreiten. Der Vogel gibt ein quakendes Kiu Kiu von sich, das charakteristisch durch den Regenwald schallt. Während der Balz legt sich das Männchen besonders ins Zeug: Es führt atemberaubende Balzflüge über den Baumwipfeln vor und ruft dabei aus voller Kehle. Diese beeindruckenden Flugeinlagen brachten dem Vogel seinen Namen als „Göttervogel“ ein, denn die Ureinwohner sahen in ihm einen Boten zwischen Himmel und Erde. Wer bei den Mayas einen Quetzal tötete, musste mit der Todesstrafe rechnen. Quetzal-Pärchen ziehen in der Regel zwei Jungtiere auf, die aus hellblauen Eiern schlüpfen. Beide Elternteile wechseln sich mit der Brutpflege ab.

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