Rosalöffler – Schreitvogel in Pink

Rosalöffler – Schreitvogel in Pink

Der Rosalöffler ist ein auffälliger Vogel mit einem großen, löffelartigen Schnabel und rosa Gefieder.

Aussehen

Der Rosalöffler wird etwa 86 Zentimeter groß und ist damit etwas größer als sein enger Verwandter, der Löffler. Der lange, kräftige Hals und die Brust sind weiß gefärbt. Bauch und Flügel tragen einen rosa Farbton. Diese Färbung entsteht aufgrund von Pigmenten, welche die Vögel mit der Nahrung aufnehmen. Je nach Aufenthaltsort, Alter und Brutzeit kann die Färbung zwischen Hellrosa und einem kräftigen Magenta schwanken. Die Rückenpartie ist weiß. Sehr auffällig ist der lange, kräftige Schnabel, der an der Spitze breiter wird und somit ein wenig an einen Löffel erinnert. Der Schnabel kann grau bis schwarz gefärbt sein und hat an der Basis oft einen gelblichen Fleck.

Vorkommen

In freier Natur ist der Rosalöffler vor allem im Süden der USA und in der Tropenzone Südamerikas anzutreffen. Ein besonders bekanntes Verbreitungsgebiet sind die warmen, sonnigen Everglades in Florida. Generell bevorzugt die Art küstennahe Lagunen, Sümpfe und Flussdeltas. Den Winter verbringen die Vögel in Südamerika, vor allem in Argentinien und Chile. 

Verhalten und Wissenswertes

Bei der Nahrungssuche dient der löffelförmige Schnabel tatsächlich als eine Art Besteck. Mit ihm filtert der Vogel kleine Tiere aus dem Wasser. Dazu gehören vor allem kleine Krustentiere und Fische sowie Amphibien, Würmer, Schnecken und Wasserinsekten.

Für die Brut bilden Rosalöffler kleine Kolonien. Das Nest befindet sich meist in Bäumen und Sträuchern, manchmal auch auf kleinen Inseln. Das Weibchen legt zwei bis fünf Eier, die dann von beiden Eltern gut drei Wochen lang bebrütet werden. Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungen weitere 6 Wochen im Nest und bekommen Futter von den Eltern.

Die zartrosa Federn waren früher in der Modebranche sehr gefragt, was den Rosalöffler an den Rand der Ausrottung brachte. Heute schätzt man den weltweiten Bestand wieder auf 100.000 bis 250.000 Tiere.

Foto: Andy Morffew (CC BY 2.0)

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