Die Rotkehldrossel – Große Drossel mit Höhenliebe

Die Rotkehldrossel – Große Drossel mit Höhenliebe

Die in asiatischen Gefilden lebende Rotkehldrossel mag die Höhenluft. So ist sie zum Beispiel in den Gebirgsketten Nepals zu finden. Im Winter legt der Vogel lange Strecken aus Sibirien bis nach Thailand zurück.

Aussehen

Rotkehldrosseln werden etwa 25 cm lang, wobei der Schwanz eine große Verlängerung darstellt. Damit zählen sie zu den größeren Vertretern der Drosseln. Die beiden Geschlechter unterscheiden sich äußerlich ein wenig voneinander. Denn das Gefieder des Weibchens ist etwas blasser als das des Männchens. Rotkehldrosseln tragen vor allem graue Federn, wobei die Kehle und die Brust sich rot-bräunlich abheben. Dieses Merkmal verlieh dem Vogel auch seinen Namen. Im Bereich der Kehle sind beim Weibchen kleine dunkle Flecken zu erkennen. Der Bauch wiederum ist in einem hellen beige gefärbt.
Anders als das Rotkehlchen, das zur Familie der Fliegenschnäpper gehört, stammt die Rotkehldrossel aus der Familie der Drosseln. Das ist auch an ihrer Körperform erkennbar. Ihre nahe Verwandte, die Schwarzkehldrossel, lebt weiter westlich und hat, wie der Name schon verrät, eine dunkle und keine rotbraune Kehle.

Vorkommen

Die Vertreter der Rotkehldrosseln leben vorrangig in waldigen Gebieten. Mitunter sind sie in Höhenlagen von bis zu 3 900 Metern anzutreffen. Die Rotkehldrossel ist eine Bewohnerin asiatischer Länder: Sie kommt in der Mongolei, in China, Indien und Nepal vor. In Richtung Norden erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet bis zum Baikalsee und weitere Gebiete Sibiriens. Hier brütet sie auch mit Vorliebe. Einige Drosseln Ziehen im Winter in südlichere Gebiete sowie vereinzelt nach Europa.

Verhalten und Wissenswertes

Je nach Jahreszeit unterscheidet sich der Speiseplan der Rotkehldrossel. Denn im Sommer bevorzugt sie Insekten, während im Winter Früchte und Samen im Schnabel landen. Der Gesang der Rotkehldrossel ist kräftig und gut erkennbar: Auf der Seite der Deutschen Digitalen Bibliothek findet ihr eine Stimmprobe eines Alarmrufes.
Zwischen Mai und Juli brüten die Weibchen ein oder zwei Gelege aus. Die vier bis fünf Eier liegen in einem flachen Nest, das sich in toten Bäumen und niedrigen Astgabeln befindet. Beim Brüten haben die Rotkehldrosseln gern Gesellschaft: Häufig bauen mehrere Paare ihre Nester dicht beieinander. Nur etwa 10 Tage dauert es, bis der Nachwuchs schlüpft. Ein Drosselpaar bleibt meist ein Leben lang zusammen.

 

Foto: Imran Shah (Lizenz CC BY-SA 2.0)

Diesen Artikel empfehlen

Diskutieren Sie über diesen Artikel