Ähnliche Limikolen unterscheiden

Ähnliche Limikolen unterscheiden

Verschiedene Arten und Gattungen innerhalb der Regenpfeiferartigen werden als Limikolen oder auch Watvögel bezeichnet. Typisch für diese Vogelarten ist, dass sie in oder in der Nähe von Feuchtgebieten leben und am Boden brüten. Denn die Jungen sind Nestflüchter und verlassen direkt nach dem Schlüpfen das Nest. Die meisten Limikolen sind Zugvögel: Sie legen jährlich tausende Kilometer zurück.

Um die verschiedenen Limikolenarten eindeutig bestimmen zu können, braucht man etwas Übung und ein gutes Auge. Daher suchen wir auf diesem Blog nach Unterschieden zwischen einigen Arten, die sich besonders ähnlich sehen.

Waldwasserläufer und Bruchwasserläufer

Vor ein echtes Bestimmungsrätsel stellen uns der Waldwasserläufer und der Bruchwasserläufer. Denn beide Limikolen Arten sind ähnlich groß und haben nahezu einen identischen Körperbau. Geübte Augen können erkennen, dass der Waldwasserläufer etwas kompakter ist und kürzere Beine besitzt. Die Gefiederfärbung unterscheidet sich im Detail: Der Bruchwasserläufer hat einen stark ausgeprägten hellen Überaugenstreif, der anders als beim Waldwasserläufer bis hinter das Auge reicht. Die hellen Flecken auf der Oberseite sind außerdem größer. Dazu kommt, dass die Grenze zwischen weißem Bauch- und dunklem Rückengefieder beim Waldwasserläufer schärfer ist als bei seinem nahen Verwandten: Hier ist der Übergang eher verwaschen.

Bekassine und Waldschnepfe

Die Waldschnepfe ist etwas größer als die ihr ähnliche Bekassine. Außerdem verfügt sie über einen kürzeren Schnabel und wirkt etwas kompakter. Auf dem Rücken sind bei der Bekassine schmale, helle Längsstreifen zu erkennen, die Waldschnepfe wiederum hat eine helle Querbänderung auf dem Scheitel. Außerdem halten sich die beiden Vogelarten in unterschiedlichen Lebensräumen auf. Während die Waldschnepfe, wie der Name schon verrät, vorrangig in Laub- und Mischwäldern anzutreffen ist, lebt die Bekassine Bekassine in sumpfigen Feuchtgebieten und auf offenen Wiesen.

Uferschnepfe und Pfuhlschnepfe

Auch Ufer- und Pfuhlschnepfe sehen sich ähnlich. Die Pfuhlschnepfe hat jedoch im Vergleich kürzere Beine und einen kürzeren, leicht nach oben gebogenen Schnabel. Außerdem ist sie deutlich seltener bei uns zu beobachten als die Uferschnepfe: Erfolg bei der Beobachtung hat man vor allem im Norden an der Küste, wenn die Pfuhlschnepfe auf dem Durchzug ist. Ein weiteres optischen Unterscheidungsmerkmal ist der Flügelstreif, den die Uferschnepfe anders als ihre Verwandte besitzt.

Flussregenpfeifer und Sandregenpfeifer

Beide Limikolen Arten sind kleine Watvögel mit einem kurzen Schnabel, einem Brustband und einer Gesichtsmaske. Der Schnabel des Flussregenpfeifers ist jedoch einfarbig dunkel, während der des Sandregenpfeifers zweifarbig (orange mit dunkler Spitze) ist. Dem Sandregenpfeifer fehlt außerdem der gelbe Augenring, der typisch für den Flussregenpfeifer ist. Der Sandregenpfeifer verfügt über einen hellen Flügelstreif und eine weiße Stelle über dem Auge.

Kiebitzregenpfeifer und Goldregenpfeifer

Um die beiden Regenpfeifer voneinander zu unterscheiden, hilft ein Blick auf die Farbe des Gefieders. Denn der Kiebitzregenpfeifer ist eher grau, der Goldregenpfeifer eher beige gefärbt. Außerdem ist der Nacken und Kopf heller als beim Goldregenpfeifer. Dieser wiederum trägt ein weißes Band an den Seiten.

Rotschenkel und Dunkler Wasserläufer

Genau hinsehen muss man auch bei diesen beiden Arten. Der Schnabel des Rotschenkels ist nur halb so lang wie der leicht nach unten gebogene des Dunklen Wasserläufers. Außerdem ist dieser Vogel schlanker und hat längere Beine. Im Schlichtkleid ist der Rotschenkel auf der Oberseite braun gefärbt, während der Dunkle Wasserläufer eher grau ist. Markant ist ein heller Überaugenstreif und eine ungemusterte weiße Unterseite.

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