Der Schildrabe – Anpassungsfähiger Afrikaner

Der Schildrabe – Anpassungsfähiger Afrikaner

Rabenvögel gibt es nahezu auf der ganzen Welt. Während bei uns zum Beispiel Rabenkrähe, Nebelkrähe, Saatkrähe und Kolkrabe gängige Bewohner sind, ist der Schildrabe auf dem afrikanischen Kontinent weit verbreitet.

Aussehen

Der Schildrabe erreicht mit seiner Körperlänge von rund 50 cm etwa die Größe einer Krähe. Er gehört jedoch zu den größeren Raben auf dem afrikanischen Kontinent. Er trägt ein glänzendes schwarzes Gefieder, das leicht bläulich schimmert. Auch die Augen, der Schnabel und die Beine sind von dunkelbrauner bis schwarzer Farbe. Nur an der Brust, am Hals und an Teilen des Bauches grenzen sich weiße Partien ab. Diesem weißen Ring verdankt der Vogel auch seinen Namen. Der Schnabel ist kräftig du spitz, und wirkt im Vergleich zum Kopf sehr groß.

Vorkommen

Weit verbreitet über den afrikanischen Kontinent südlich der Sahara hat der Schildrabe sein zu Hause gefunden. Vom Senegal und Gambia in Westafrika bis nach Ostafrika und weiter südlich bis in die Republik Südafrika ist er ein häufiger Vertreter. Der Vogel hat keine hohen Ansprüche an seinen Lebensraum. Am liebsten hält er sich jedoch auf offenem Gelände auf. Er ist ein sogenannter Kulturfolger und findet daher in der Nähe von Siedlungen und Städten günstige Lebensbedingungen für sich vor.

Verhalten und Wissenswertes

Das Verhalten des Schildrabens ähnelt dem unserer heimischen Krähen sehr. Er ist gern mit anderen Vögeln unterwegs, die nicht unbedingt seiner Art entsprechen müssen. So lassen sich zum Beispiel Gruppen aus Schildraben und Kappengeiern oder Schwarzmilanen beobachten. Je nachdem, wie sein Lebensraum aussieht, stehen verschiedene Gerichte auf der Speisekarte des Vogels. An der Küste bevorzugt er Krabben, Fisch und Weichtiere, in Ortschaften sucht er nach Lebensmittelresten. Er verschmäht auch pflanzliche Nahrung nicht, und kann als Allesesser betrachtet werden.
Ein Rabenpaar bleibt in der Regel ein Leben lang zusammen. Während der Brutzeit bauen sie ein Nest hoch oben in eine Baumkrone hinein und brüten abwechselnd im Durchschnitt vier Eier aus. Nicht selten kann es passieren, dass auf einmal ein Ei mehr im Nest liegt: Dann hat der Häherkuckuck wieder eines seiner Eier in einem fremden Nest untergebracht. Beide Eltern kümmern sich noch etwas mehr als einen Monat um den Nachwuchs, bevor die Jungen allen losziehen.

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1 Kommentar

  1. Lohmann 27. Juni 2022 um 07:54 Uhr

    Interessant – ich habe gerade einen Schildraben bei uns im Garten (südlich von Bremen) gesehen. Dachte zunächst an eine Elster aber die Größe machte mich stutzig. Mal sehen ob ich da mal ein Bild machen kann. Ein schönes Tier! :-))

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