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Vogelwelt

Das perfekte Vogel-Dinner –
Tipps für die Winterfütterung

Das perfekte Vogel-Dinner – Tipps für die Winterfütterung

Je kälter es wird, desto weniger Nahrung finden unsere Vögel in der freien Natur. Doch mit einer artgerechten Winterfütterung könnt ihr ihnen unter die Flügel greifen.

Zeitraum und Allgemeines

Wenn es im Dezember knackig kalt wird, könnt ihr mit der Winterfütterung beginnen. Typischerweise füttert man bis Ende Februar/ Anfang März, wenn es nicht vorher schon wesentlich wärmer wird. Schließlich hängt das Nahrungsangebot von den Temperaturen ab. Würden wir den Vögeln kein Zusatzfutter anbieten, wären sie auf die Samen von Bäumen und Wildkräutern angewiesen. Doch im Spätwinter ist auch dieses Angebot meist verbraucht. Daher ist die Winterfütterung eine sinnvolle Ergänzung zur Speisekarte der Natur.

Vor allem für Kinder ist das Füttern eine tolle Gelegenheit, um Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und zu bestimmen. Sie lernen, in der Natur genau hinzuschauen und für die Tiere in ihrer Umgebung zu sorgen. Damit die Kleinen von Anfang an beteiligt sind, können Eltern mit ihnen eigenes Vogelfutter herstellen.

Winterfütterung – Der richtige Futterspender

Ideal sind Futtersilos, die es den Vögeln unmöglich machen, im Futter herumzulaufen. So gerät kein Kot hinein und Krankheiten können sich nicht so schnell ausbreiten. Außerdem bleibt das Futter länger frisch. So ein Silo müsst ihr für gewöhnlich nur vor und nach der Wintersaison sauber machen.

Traditionelle Futterhäuschen aus Holz sehen niedlicher aus, müssen aber auch öfter gereinigt werden. Spült euer Häuschen regelmäßig mit Handschuhen und heißem Wasser ab und legt immer nur wenig neues Futter nach.

Der perfekte Platz für eure Futterstelle ist übersichtlich (keine Chance für Katzen) und liegt in eurem Blickfeld. Ideal sind ein paar Bäume und Büsche in der näheren Umgebung. Große Fenster und Glasscheiben macht ihr mit Aufklebern oder Folie ungefährlich.

Winterfütterung – Wem schmeckt was?

Unsere Wintervögel lassen sich in Weichfutterfresser und Körnerfresser unterteilen. Typische Weichfutterfresser sind Amsel, Heckenbraunelle, Rotkehlchen, Wacholderdrossel und Zaunkönig. Ihnen macht ihr mit Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie eine Freude, am besten in Bodennähe. aber Vorsicht: So ein leckeres Menü am Boden kann auch Ratten anlocken.

Zu den Körnerfressern gehören Meisen, Finken und Sperlinge. Ihnen könnt ihr Sonnenblumenkerne anbieten, die allgemein ein gutes Futter für viele Arten abgeben. Meisen haben zudem eine Schwäche für Gemische aus Fett und Samen, die ihr bestimmt als „Meisenknödel“ kennt. Ihr könnt sie im Laden kaufen oder selbst herstellen. Achtet bei gekauften Knödeln unbedingt darauf, dass sie NICHT in Plastiknetze gehüllt sind. Die Vögel können mit den Beinen darin hängen bleiben und sich schwer verletzen.

Welches Futter von welcher Art bevorzugt wird, zeigt das Schaubild vom NABU.

 

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