König der Eulen – Wissenswertes zum Uhu

König der Eulen – Wissenswertes zum Uhu

Der Uhu ist die größte Eule in Europa. In Deutschland leben etwa 3.000 Brutpaare, die man allerdings selten zu Gesicht bekommt. Schließlich ist der Uhu streng nachtaktiv.

Mit dem rotbraunen Gefieder und dem kräftigen Körper ist der Uhu eine sehr beeindruckende Erscheinung. Er kann bis zu 67 Zentimeter groß werden. Die großen, leuchtend orangeroten Augen geben seinem Gesicht einen äußerst geheimnisvollen Ausdruck. Ein weiteres markantes Merkmal sind die bis zu 8 Zentimeter langen Federohren. Mit ihnen nimmt der Uhu keine Geräusche wahr, sondern zeigt seine aktuelle Stimmung. Bei guter Laune ragen sie gerade in die Höhe. Will der Uhu sich hingegen verteidigen und einen Feind vertreiben, legt er die Federohren eng an den Kopf an. Dazu reißt er die Augen weit auf und sträubt das Gefieder.

Ein furchtloser Jäger

Seinen großen Kopf kann der Uhu um bis zu 270 Grad drehen. So hat er seine Umgebung immer im Blick. Die Augen sind perfekt an die nächtliche Jagd angepasst und fangen auch noch kleinste Lichtmengen ein. Meist erbeutet der Uhu Käfer, Frösche, Spitzmäuse, Hasen, Marder und Wiesel; sogar Fische und Schlangen gehören zu seinen Beutetieren. Allerdings schreckt er auch vor anderen Eulen und Greifvögeln nicht zurück. Insgesamt gehören über 110 Säugetierarten und 140 Vogelarten zum Jagdspektrum. Die Beute packt der Uhu mit seinen kräftigen Greiffüßen, die etwa die Größe einer Menschenhand haben.

Problematische Vergangenheit

Lange Zeit stand es schlecht um den Uhu. Wegen seiner Nachtaktivität galt er als Unglücksvogel. Außerdem bejagten ihn die Menschen schonungslos, da er als Nahrungskonkurrent galt. Mittlerweile ist der Bestand wieder stabil. Weil die Jungvögel mehrere Monate brauchen, um flugfähig zu werden, ist es sehr wichtig, Brutplätze der Uhus zu schützen. Besonders wohl fühlen sich die großen Eulen zum Beispiel in der Eifel.

Was sagt der Uhu?

In der Balzzeit geben die Männchen immer wieder das typische, dumpfe „u-uooh“ von sich. Die Weibchen antworten etwas sanfter. Während der Brutzeit übergeben die Männchen regelmäßig Beute an die Weibchen. Da dieser Vorgang den Damen meist nicht schnell genug geht, geben sie einen heißeren Bettelruf von sich, der etwa wie „chriää“ klingt. Und auch die Jungvögel machen schon wenige Wochen nach dem Schlüpfen ordentlich Lärm. Ihre zweisilbigen Zischlaute sind dann mehrere hundert Meter weit zu hören.

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