Gelblappenkiebitz – Langbeiniger Bodenbrüter

Gelblappenkiebitz – Langbeiniger Bodenbrüter

Aus abwechslungsreichen Landschaften macht sich der Gelblappenkiebitz nichts. Er brütet in den trockenen Ebenen des indischen Subkontinents.

Aussehen

Der Gelblappenkiebitz ist mit 24 bis 28 Zentimetern ein mittelgroßer Watvogel. Er gehört zur Familie der Regenpfeifer. Das Gefieder ist an Hals, Brust und Rücken hellbraun. Der Scheitel ist schwarz und durch eine zarte, weiße Linie vom restlichen Gefieder abgesetzt. Am Bauch sind die Federn weiß. Die wichtigsten Erkennungsmerkmale sind die fleischigen „Lappen“ im Gesicht sowie die langen Beine – alles in leuchtendem Gelb. Der Schnabel ist kurz, dunkel und leicht nach unten gebogen. Im Flug sind die dunklen Handschwingen und eine dunkle Binde am Schwanz zu erkennen. Im Jugendkleid ist der Scheitel noch nicht schwarz, sondern braun.

Vorkommen

Der Gelblappenkiebitz kommt beinahe auf dem gesamten indischen Subkontinent vor. Bekannte Verbreitungsgebiete sind außerdem Pakistan, Nepal und Sri Lanka. Die Art bevorzugt offene, trockene Lebensräume. Gelblappenkiebitze sind zwar keine Zugvögel, unternehmen aber kleinere Wanderungen, um dem Regen zu folgen.

Verhalten und Wissenswertes

Unser Vogel der Woche ist ein eher ungesprächiger Zeitgenosse. Nur bei Gefahr geben die Männchen einen langgezogenen Warnruf von sich, der etwa wie „tcheeeee-it“ klingt.

Die Brutzeit fällt mit der Trockenzeit zusammen und liegt zwischen März und Mai. Als typische Bodenbrüter errichten Gelblappenkiebitze eine Nestkuhle aus unzähligen Kieselsteinchen oder kratzen lediglich eine Vertiefung in den Boden. Die marmorierten Eier sind in dieser Umgebung nämlich perfekt getarnt. Ein Gelege umfasst meist vier Eier. Während der Brut suchen die Eltern immer wieder Wasser auf und befeuchten ihr Bauchgefieder. Damit kühlen sie anschließend die Eier.

Die Jungen schlüpfen oft gleichzeitig und verlassen das Nest schon nach wenigen Stunden, um mit ihren Eltern nach Nahrung zu suchen. Diese besteht vor allem aus Insekten und deren Larven, manchmal werden auch Weichtiere gefressen. Die Nahrung picken die Vögel mit ihrem spitzen Schnabel vom Boden auf.

Foto: Sagar (CC BY 2.0)

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