Spektakulärer Vogeltreff am Gülper See

Spektakulärer Vogeltreff am Gülper See

Zweimal im Jahr wird der Gülper See im Naturpark Westhavelland zum Ort eines unvergesslichen Naturspektakels. Als eines der bedeutendsten mitteleuropäischen Durchzugs-, Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasser- und Wattvögel versammeln sich hier im Herbst und Frühjahr unzählige Wandervögel verschiedenster Arten. Besonders spektakulär ist der Durchzug der Kraniche und Gänse, die in großen Schwärmen einen Zwischenstopp am Gülper See machen, bevor sie ihre Reise nach Südspanien und Nordafrika fortsetzen. Darüber hinaus ist das Gebiet um den Gülper See auch als ein wichtiges Brutgebiet für Wiesenbrüter bekannt.

Zahlreiche Vogelarten

Zu den Zeiten der Vogelwanderungen lassen sich rund um den Gülper See vor allem Kraniche sowie unzählige Saat- und Blässgänse bestaunen. In den Wintermonaten sind hier aber auch Singschwäne, Zwergschwäne, Zwergmöwen, Zwerg- und Gänsesäger sowie der Seeadler zu Gast. Seltener kann man Zwerg- und Rothalsgänse, Doppelschnepfen sowie Zwergschnepfen beobachten. Im Frühjahr werden verschiedenste Wattvögel von den Wasserflächen angelockt, zum Beispiel Kiebitze, Goldregenpfeifer, Bekassine, Kampfläufer, Bruchwasserläufer und Grünschenkel. Mit ein wenig Glück kann man zur gleichen Zeit auch ein Blick auf Uferschnepfen, Brachvögel, Rotschenkeln, Tüpfelrallen, Spieß-, Löffel- und Knäkenten sowie zahlreiche weitere Vogelarten erhaschen.

Die besten Beobachtungspunkte am Gülper See

Die eigentlichen Rast- und Brutflächen sind nicht zu betreten. Dafür bieten Deiche und erhöhte Beobachtungsstellen gute Sicht. Am Südufer des Gülper Sees, das man am besten von Prietzen und Rhinow erreicht, befinden sich eine Kormorankolonie (Südöstliche Ecke) und ein Beobachtungsturm. Letzterer ist ein äußerst lohnendes Ziel, da er einen guten Überblick über das Gebiet gewährt. Auch am Westufer gibt es – vor allem im Sommer – schöne Beobachtungsmöglichkeiten, wo sich besonders die Wattvögel bewundern lassen. Auch Greifvögel, wie Wanderfalken, See- und Fischadler sowie Schwarz- und Rotmilane, kommen auf dem gesamten Rundweg nicht selten in den Blick. Im Herbst ist das Nordufer besonders interessant, da man von dort am besten den Start und die Landung der Kraniche genießen kann.

Erreichbarkeit

Im Naturpark Westhavelland gelegen ist der Gülper See schlecht mit Bus oder Bahn zu erreichen. Daher ist eine Anfahrt mit Rad oder Auto zu empfehlen. Sechs Parkplätze rund um den See verteilt, machen es möglich, relativ nah an den See heranzufahren.

Ausrüstung

Neben Fernglas oder Spektiv sollte an Schlechtwettertagen gute Regenkleidung mitgenommen werden, da es wenig Unterstellmöglichkeiten gibt. Im Winter ist warme Bekleidung zu empfehlen.

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1 Kommentar

  1. Jan Bolczyk 3. September 2012 um 13:58 Uhr

    Immer eine Reise wert!

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