Strandpieper – Hüter der Felsküsten

Strandpieper – Hüter der Felsküsten

Der Strandpieper macht seinem Namen alle Ehre und hält sich nur an den Küsten Nord- und Westeuropas auf.

Aussehen

Der Strandpieper ist ein kleiner, aber kompakter Vogel und wird etwa 17 Zentimeter lang. Im Sommer zeichnet er sich durch einen gelben bis weißen Bauch aus, der graubraun gestrichelt ist. Davon hebt sich der olivfarbene, ebenfalls gestrichelte Rücken ab. Der Schwanz ist dunkel mit grauen Seiten.

Im Winter ist das Federkleid weniger farbenfroh. Am Bauch zeigt sich ein mattes Grau, der Rücken ist ebenfalls dunkler. Schnabel und Beine sind zu jeder Jahreszeit dunkel.

In der Gattung der Pieper gibt es viele Ähnlichkeiten unter den einzelnen Arten. So ist der Strandpieper eher schwer von Bergpieper und Wiesenpieper zu unterscheiden. Während der Wiesenpieper allerdings weiße Schwanzkanten hat, sind diese beim Strandpieper grau.

Vorkommen

Auch für die Abgrenzung vom Bergpieper gibt es einen ganz einfachen Trick: Der Strandpieper ist niemals in den Bergen zu finden. Vielmehr hält er sich an den Felsküsten Nord- und Westeuropas auf. Dazu gehören Skandinavien, Großbritannien, Island, Irland, Russland und Frankreich. Viele Populationen ziehen im Winter in wärmere Gebiete. Dazu zählen meist die Küsten von Griechenland, Algerien und Marokko. Dort bewohnen die Strandpieper eher flache Küsten mit weitläufigen Sandstränden.

Glücklicherweise ist der Bestand dieser Art sicher und wird in der Roten Liste als „nicht gefährdet“ aufgeführt. Die meisten Strandpieper leben in Norwegen.

Verhalten und Wissenswertes

Strandpieper lassen einen trillernden Gesang ertönen und erinnern damit vor allem im Flug an den Wiesenpieper. Der Lockruf ist dagegen forscher und rauer.

Die kleinen Vögel suchen zwischen den Felsen und robusten Pflanzen am Strand nach Nahrung. Meist picken sie Fliegen, Larven, kleine Schnecken und Muscheln sowie andere Kleintiere auf.

Die Brutsaison liegt zwischen April und Juli. In dieser Zeit bauen die Weibchen ihre schüsselförmigen Nester aus Gräsern und Haaren. Meist wählen sie dafür kleine Spalten und Höhlen im Fels aus, die oft auch sehr nah am Wasser liegen. Während das Weibchen die vier oder fünf Eier wärmt, hält das Männchen draußen Wache. Sind die Küken geschlüpft, beteiligen sich beide Eltern an der Fütterung. Schließlich gibt es viele hungrige Schnäbel zu füllen! Etwa 15 Tage nach der Geburt verlassen die Jungvögel das Nest und erkunden die Umgebung. Auch dabei werden sie noch von den Eltern begleitet, bis sie nach weiteren zwei Wochen flügge sind.

Foto: Ron Knight (Lizenz: CC BY 2.0)

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