Bergpieper – schlanker Höhenbrüter

Bergpieper – schlanker Höhenbrüter

Seinem Namen alle Ehre machend, hält sich der Bergpieper bevorzugt in Gebirgslagen auf und piept dabei fleißig vor sich hin. Aber es gibt noch mehr über ihn zu erfahren.

Aussehen

Der Bergpieper gehört zur Familie der Stelzen und Pieper. Seine Erscheinung ist eher schlank, mit bis zu 17 cm wird er aber recht groß. Im Prachtkleid ist der Bauch des Bergpiepers weiß gefiedert, seine Brust zeigt einen leicht rostroten Schimmer. An den Flanken zeigt sich eine schwache Stichelung, der Rücken ist graubraun. Auffällig ist der weiße Streifen über den Augen.

Im Winterkleid sind die gestrichelten Zeichnungen stärker zu sehen, der rote Schimmer auf der Brust verschwindet. Wie auch bei anderen Piepern unterscheiden sich männliche und weibliche Baumpieper nicht sonderlich. Die langen Beine und runden Augen sind stets dunkel.

Vorkommen

Vor allem in den Alpen ist der Bergpieper weit verbreitet, nicht zuletzt wegen seiner Vorliebe für Höhenlagen. Aber auch in anderen Gebirgen in Mittel- und Südeuropa sowie Kleinasien ist er häufig zu finden. Die höchsten Brutplätze liegen bei etwa 3000 m. Außerhalb der Brut hält sich der Bergpieper allerdings auch gerne am Wasser auf und begibt sich dann auch häufiger in Täler und die Nähe von Flüssen und anderen Süßwassergewässern.

Was Deutschland betrifft, ist der Bergpieper am häufigsten in den Bayrischen Alpen verbreitet.

Vogelbeobachtungs-Tipps

Der Bergpieper ist ein romantischer kleiner Geselle. Er bevorzugt Almwiesen als Lebensraum, die von kleineren Büschen und Bäumen sowie Felsbrocken durchsetzt sind. Dort hüpft er vorsichtig über das Gras und sammelt seine Beute, die hauptsächlich aus Schnecken, Würmern und verschiedenen Insekten besteht. Wird der Bergpieper dabei gestört, flattert er rasch auf und lässt sich erst nach einem längeren Flug wieder nieder.

Die Brutzeit beginnt Ende April, ist dann aber meist noch durch späte Schneefälle gefährdet, weshalb Bergpieper oft mehrmals im Jahr brüten. Das Weibchen kümmert sich größtenteils allein um den Bau des Nestes, welches sich am Boden befindet, häufig an Hängen oder an einer Abstufung im Gelände, die ein wenig Schutz bietet. Zusätzlich wird das Nest mit Gras und kleineren Steinen getarnt. Männliche Bergpieper scheinen für Familienarbeit nicht geschaffen zu sein, denn auch die Brut muss das Weibchen allein bewältigen. Aber sind die Kleinen erst geschlüpft, kümmert sich auch das Männchen um den Nachwuchs, der rund um die Uhr gefüttert werden will.

Seinem Namen entsprechend gibt der Bergpieper kleine Pieplaute von sich, die ihr euch auch hier anhören könnt.

Foto: Francesco Veronesi (Lizenz: CC BY-SA 2.0) / flickr.com

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