Birkenzeisig – quirliger Wintergast

Birkenzeisig – quirliger Wintergast

Mit seiner geselligen Lebensweise und den roten Akzenten im Gefieder ist der Birkenzeisig vor allem im Winter ein toller Vogel zum Beobachten.

Aussehen

Der Birkenzeisig wird etwa 12 cm groß und ist ein rundlicher, kleiner Vogel aus der Familie der Finken. Sein Gefieder ist stark grau und braun gestreift, die etwas blasseren Flanken gehen in einen weißen Bauch über. Das sicherste Erkennungszeichen ist ein sehr kräftiger, roter Streifen auf der Stirn. Männchen haben außerdem noch eine rötlich getüpfelte Brust. Beide Geschlechter tragen einen kleinen schwarzen Kinnfleck und sind zudem am winzigen gelben Schnabel zu erkennen.

Die Unterart „Alpenbirkenzeisig“ (Carduelis cabaret), die in weiten Teilen Europas lebt, hat noch einige individuelle Merkmale. Diese Vögel sind noch etwas kleiner und dunkler als die Nominatform. Sie tragen eine beige Flügelbinde und einen bräunlich gestrichelten Bürzel.

Vorkommen

Im Norden Europas leben gleich mehrere Unterarten des Birkenzeisigs, vor allem in Skandinavien, auf Island und den Britischen Inseln. Der Alpenbirkenzeisig bewohnt große Teile Mitteleuropas und bekommt im Winter noch Gesellschaft von seinen Artgenossen aus dem Norden. In Asien und Nordamerika leben ebenfalls Birkenzeisige.

Ursprünglich bevorzugen die kleinen Vögel Bergwälder und Heiden, mittlerweile können sie aber auch in Gärten, Parks und Friedhöfen auftreten. Sie bevorzugen Birken-, Lärchen-, Erlen- und Nadelwälder.

Vogelbeobachtungs-Tipps

Der Birkenzeisig ist ein guter Kletterer und nutzt diese Fähigkeit zur Nahrungssuche. Knospen, Triebe und Samen knabbert er für sein Leben gern von den Bäumen (und richtet dadurch in Neuseeland großen Schaden in den Obstplantagen an). Wenn es im Sommer darum geht, die Jungen zu ernähren, nimmt er auch kleine Insekten in seinen Speiseplan auf. Und falls ihr ein paar Meisenknödel oder ein Futterhäuschen im winterlichen Garten habt, könnten durchaus auch ein paar Birkenzeisige daran hängen.

Seinen Gesang lässt der Birkenzeisig vor allem im Flug hören. Es handelt sich um ein metallisches Trillern, oft tragen die Sänger aber auch einen flötenden, zwitschernden Gesang vor. Während der Balz ertönt ein durchdringender Lockruf, etwa wie „tschett-tschett-tschett“.

Als Bauplatz für das Nest ergattern Birkenzeisige am liebsten Astgabeln, aber auch Gebüsche und Sträucher sind ihnen recht – Hauptsache, das Nest befindet sich über dem Boden. Sie brüten meist nur einmal im Jahr, zwischen Mai und Juli. Im stabilen Nest aus Moos, Halmen und Flechten bebrütet das Weibchen etwa zwei Wochen lang die Eier. Dabei wird es vom Männchen mit Futter versorgt. Sind die Jungen geschlüpft, bleiben sie noch knapp drei Wochen in der Obhut der Eltern.

 

Foto: Seabamirum (Lizenz: CC BY 2.0)

Diesen Artikel empfehlen

Diskutieren Sie über diesen Artikel