Brillengrasmücke – Insektenjägerin mit Augenring

Brillengrasmücke – Insektenjägerin mit Augenring

Die Brillengrasmücke ist vor allem in Halbwüsten und Salzsteppen des Mittelmeerraums zu finden. Dort macht sie besonders gern Jagd auf Insekten.

Aussehen

Die Brillengrasmücke sieht der Dorngrasmücke ähnlich, ist aber kleiner und schlanker als sie. Im Prachtkleid der Männchen gesellen sich rostbraune Flügel zu einer braunrosa Brust. Die Kehle ist weiß, das Kopfgefieder ist rauchig schwarz und lässt sich zu einer Tolle aufstellen. Die rotbraunen Augen sind weiß umrandet, was ein bisschen an eine Brille erinnert. Der Bürzel ist weiß, der Schwanz schwarzgrau und relativ lang. Die Weibchen sind insgesamt eher hellbraun gefärbt, ihnen fehlt das schwarze Kopfgefieder. Außerdem ist ihr Bauchgefieder hellbraun und weiß, ohne den rosa Ton des Männchens. Beide Geschlechter haben orange Beine und einen halb dunklen, halb hellen Schnabel.

Vorkommen

Unser Vogel der Woche kommt vor allem im westmediterranen Raum vor, ist also eine ziemliche Wärmeliebhaberin. Zu den am stärksten besetzten Brutländern gehören Spanien, Südfrankreich und Italien. Beliebte Regionen sind Sardinien, Korsika, die Balearen sowie die Kapverdischen Inseln und die Kanaren. Die Art besiedelt auch den Norden und Nordosten Afrikas. Eine isolierte Population brütet auf Zypern, in Syrien, Israel, Jordanien und dem Libanon.

Die Brillengrasmücke mag es trocken: Halbwüsten und Salzsteppen sind ihr bevorzugter Lebensraum. Die Landschaft darf ruhig etwas abwechslungsreicher und durch Berghänge, Gebüsch oder niedriges Gestrüpp strukturiert sein.

Verhalten und Wissenswertes

In so kargen Lebensräumen ist das Nahrungsangebot zwar überschaubar, aber die Brillengrasmücke findet, was sie braucht: vor allem Insekten und Spinnen. Wenn vorhanden, nascht sie auch gern Beeren.

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Birds of the vineyards of Jerez: indicators of biodiversity and healthy agriculture. Part II: Sylvia conspicillata – spectacled warbler / curruca tomillera / brilgrasmus. With praying mantis. Vineyards of Miraflores, Sanlúcar de Barrameda. This small warbler can be found in southwestern Europe and North Africa. In our region it normally prefers bushes of salicornia being typically found in the salt marshes near the coast. However the spectacled warbler seems to have adapted quite well to the very different environment of the vineyards inland, where it appears to be at home and almost common. It’s not difficult to understand why: the typical white chalky albariza soil and dry leaves and herbs make the bird go almost unnoticed! It usually feeds on tiny insects but in this case the little hunter caught a big prey, a praying mantis. #birds_captures #bestbirdshots #bb_of_ig #best_birds_of_ig #birdsinflight #feather_perfection #your_best_birds #king_birds #elite_birds #elite_raptors #only_raptors #birds_brilliance #birds_private #naturyst #naturegrampixels #nuts_about_birds #birds_adored #birdsofinstagram #jerezdelafrontera #sanlucardebarrameda #elpuertodesantamaria #bodegaluisperez #willyperezv #sylviaconspicillata #spectacledwarbler #currucatomillera #brilgrasmus #prayingmantis #vroegevogels #seo_birdlife © all photos are mine Canon EOS 7D mark II / 100-400mm – natural environment

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Im afrikanischen Raum kann die Brutzeit schon im Februar beginnen, in Europa fällt der Startschuss im März oder April. Die Art baut ihre napfförmigen Nester in niedrigem Buschwerk und legt meist vier bis fünf Eier, die knappe zwei Wochen bebrütet werden. Nach dem Schlüpfen braucht der Nachwuchs weitere zwei Wochen, um flügge zu werden. Danach umsorgt das Männchen die Jungen allein. Brillengrasmücken brüten nämlich zwei bis dreimal im Jahr und das Weibchen muss sich bereits auf die nächste Brut vorbereiten.

Der Gesang klingt fröhlich und setzt mit einem klaren Ton ein, der dann in ein perlendes Zwitschern übergeht. Die Art singt gern auf erhöhten Warten, aber auch im Flug. Der Ruf ist ein langes, klapperndes „trrrrtrrr“.

Titelfoto: Francesco Veronesi (Lizenz CC BY 2.0)

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