Der Bronzekiebitz – Regenpfeifer mit charakteristischem Ruf

Der Bronzekiebitz – Regenpfeifer mit charakteristischem Ruf

Weit verbreitet über den mittel- und südamerikanischen Raum lebt der kleine Bronzekiebitz. Der Klang seines einzigartigen Rufes hat ihm in den verschiedenen Ländern, in denen er zu Hause ist, sehr kreative Namen eingebracht.

Aussehen

Der Bronzekiebitz ist äußerlich relativ gut zu erkennen. Denn die bronzefarbenen, glänzenden Schultern brachten dem Regenpfeifer auch seinen Namen ein. Die Rückenpartie des Federkleids ist grau bis braun gefärbt. Außerdem auffällig sind die schwarze Stirn, der Hals und Brustbereich. Der Bauch und die Unterseiten der Flügel wiederum sind von weißer Farbe. Jene Partien sind nur im Flug zu sehen. Am Hinterkopf trägt der Bronzekiebitz eine kleine Haube aus dünnen, schwarzen Federn, die der unseres heimischen Kiebitzes ähnlich ist. Um die Augen liegt ein schmaler, roter Ring. Der spitze Schnabel ist farblich zweigeteilt: An der Basis ist er rosa, am Ende schwarz. Typisch für Kiebitze sind die stelzenartigen, langen Beine, die beim Bronzekiebitz rot gefärbt sind. Bronzekiebitze werden 30 bis 40 cm lang, und haben eine Flügelspannweite von rund 60 cm. Die Weibchen sind allgemein hin schwerer als die Männchen.

Vorkommen

Der natürliche Lebensraum des Bronzekiebitz liegt in Mittel- und Südamerika. Hier, in Ländern wie Argentinien, Chile oder Mexiko, lebt der Vogel auf Graslandflächen, Äckern sowie Feuchtgebieten. Man findet ihn in bis zu 2500 Metern Höhe, und immer in der Nähe eines Gewässers.

Verhalten und Wissenswertes

Charakteristisch für den Bronzekiebitz ist sein Ruf. Daher wird er in Brasilien „Quero-quero“ oder „Queiro-queiro“ genannt, in Argentinien und Uruguay ist er als „Teru-teru“ bekannt. Auf der Seite der Deutschen Digitalen Bibliothek könnt ihr euch den Klang seiner Stimme anhören. Der Kiebitz frisst am liebsten Insekten und Würmer, manchmal auch kleine Fische sowie Pflanzen und Samen. Er geht meist nachts oder in den frühen Morgenstunden in kleinen Gruppen auf Nahrungssuche.

Bronzekiebitze brüten in kleinen, geschützten Mulden am Boden. Diese polstern das Weibchen und das Männchen gemeinsam aus. Die Eier des Vogels sind olivgrün, mit kleinen schwarzen Sprenkeln. Nach etwa einem Monat Brutzeit schlüpfen die nestflüchtigen Küken, und nach einem weiteren Monat sind sie flugfähig.

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