Der Skadarsee – Ein Paradies für Vogelbeobachter

Der Skadarsee – Ein Paradies für Vogelbeobachter

Wer einen Urlaub in Montenegro plant und ein Freund der Natur ist, sollte dem Skadarsee (auch Skutarisee genannt) unbedingt einen Besuch abstatten. Der größte See auf der Balkanhalbinsel liegt direkt am Rumija-Gebirge und bietet neben einem großen Pflanzenreichtum auch die Möglichkeit, zahlreiche Vogelarten zu beobachten.

Faktencheck zum Skadarsee

Der Skadarsee liegt mitten im Grenzgebiet: Zwei Drittel der Fläche befinden sich in Montenegro, ein Drittel in Albanien. Ungewöhnlich ist, dass der See erst seit rund 18.000 Jahren existiert. Er wurde von einem sich ausbreitenden Sumpfgebiet überflutet, woraus sich ein riesiger Lebensraum für die verschiedensten Pflanzen- und Tierarten entwickelte. Bis heute strömt Wasser aus unterirdischen Quellen an die Oberfläche. Bekannt ist der See für seinen großen Vogel- und Fischreichtum. Heute ist er ein geschützter Nationalpark.

Die Vögel vom Skadarsee

Für vogelbegeisterte ist der See einen Besuch allemal wert. Etwa 280 verschiedene Vogelarten haben hier ihr Zuhause gefunden, weswegen der See auch zum größten Vogelschutzgebiet Europas zählt. An fünf ornithologischen Stationen könnt ihr seltene Tiere wie Ibisse oder die letzten Pelikane Europas beobachten. Aber auch bekannte Vögel wie Kormorane, Möwen, Reiher sowie zahlreiche Zugvögel im Frühjahr und Herbst tummeln sich an den Ufern und auf den kleinen Inseln des Sees.

Die beste Zeit, um dem See einen Besuch abzustatten, sind die Frühlings- und Sommermonate. Zur Paarungszeit sind die Vögel am aktivsten, und ihr könnt spannende Paarungsrituale beobachten. Auf einer geführten Tour mit dem Kanu erkundet ihr die Welt des Skadarsees auch vom Wasser aus. Da die Wassertiefe an den meisten Stellen nur zwischen 5 und 9 Metern beträgt, lassen sich die zahlreichen Fische entdecken.

Das Wahrzeichen des Skadarsees: Der Krauskopfpelikan

Ein Highlight der Fauna des Skadarsees ist der weltweit bekannte Krauskopfpelikan. Zusammen mit dem Rosapelikan ist die Art die größte unter den Pelikanen. Seinen Namen erhielt der Vogel aufgrund seines langen, krausen Federschopfes am Hinterkopf. Während der Balzzeit färbt sich der Kehlsack des Männchens blutrot. Von den knapp 5000 Brutpaaren weltweit leben dank umfassender Schutzmaßnahmen mittlerweile wieder 100 Tiere am Skadarsee – Mit etwas Glück bekommt auch ihr eines der Tiere zu Gesicht.

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