Fasan – Hühnervogel aus Mittelasien

Fasan – Hühnervogel aus Mittelasien

Der Fasan gehört ursprünglich nicht zu unseren heimischen Vogelarten. Dass Vogelbeobachter in Deutschland den Fasan sichten können, verdanken sie den Römern, die den farbenfrohen Vogel aus Mittelasien eingeführt haben.

Aussehen

Der Fasan gehört zu den Hühnervögeln, was nicht nur durch Größe und Gestalt, sondern auch an seinem ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus leicht zu erkennen ist. Der Fasanen-Hahn ist mit 70-90 cm Körperlänge wesentlich größer als das Weibchen. Die Männchen der Vogelart haben zudem die für Hühnervögel typischen verlängerten Schwanzfedern und ein farbenfrohes Prachtkleid. Brust und Rücken sind golden bis kupferfarben befiedert, wobei durch die dunklen Flügelspitzen ein Fleckenmuster entsteht. Der Kopf des männlichen Fasans ist dunkel grünlich-blau glänzend und grenzt sich bei den meisten heimischen Fasanen-Arten durch ein weißes Halsband deutlich vom Rest des Körpers ab. Besonders markant sind die leuchtend roten Kopflappen des Fasans. Diese erleichtern nicht nur die Vogelbestimmung dieser Vogelart ungemein, sondern ermöglichen es auch ungeübten Vogelbeobachtern, das Alter des Fasanen-Hahns festzustellen. Die Kopflappen dieser Vogelart werden im Lauf des Lebens zunehmend größer.

Die Fasanen-Hennen sind wesentlich schlichter befiedert als die männlichen Fasane. Das Gefieder ist braun mit ebenfalls dunklen Flecken. Diese Färbung ermöglicht der Fasanen-Henne eine gute Tarnung in ihrer natürlichen Umgebung.

Vorkommen

Da für viele Jagden Fasane gezüchtet werden, ist die Vogelart in Mitteleuropa weit verbreitet. In freier Wildbahn aufwachsende Fasane benötigen einen vielfältigen Lebensraum. Sie schlafen zumeist in Bäumen, benötigen für ihre Nahrungsaufnahme jedoch weitläufige freie Flächen. Deshalb können Vogelbeobachter sie besonders an Feldrändern sichten.

Vogelbeobachtungs-Tipp

Die Balz des Fasans ist ein Schauspiel, das sich für jeden Vogelbeobachter lohnt. Im März beginnend dauert sie einen Monat an. Zum Sonnenaufgang können Frühaufsteher den Rangkämpfen der Fasanen-Hähne beiwohnen. Von diesem Zeitraum abgesehen ist für die Beobachtung des Fasans ein geübtes Auge notwendig, denn wie es für die Hühner-Vogelarten typisch ist, fliegt der Fasan nur kurze Strecken. Vogelbeobachter sollten also sorgfältig die Wiesen absuchen, um die im Gras versteckten Vögel nicht zu übersehen. Jedoch kann der Fasan an seinem typischen Ruf erkannt werden, wobei er beim Rufen heftig mit den Flügeln flattert.

Foto: © Wolf&Marg – pixelio.de

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