Knäkente – Knock on wood

Alexandra Huth 31. März 2017 Keine Kommentare zu Knäkente – Knock on wood
Knäkente – Knock on wood

Die Knäkente mit ihrem hölzern knatternden Ruf ist in Deutschland eine echte Seltenheit. Wir stellen den munteren Wasservogel näher vor.

Aussehen

Männliche Knäkenten sind im Prachtkleid unverwechselbar. Den rotbraunen Kopf ziert ein weißer Überaugenstreif, der sich bis zum Nacken zieht. Rücken und Brust tragen ein enges, grau-braunes Sprenkelmuster. Die Flanken sind weiß und von zarten grauen Linien überzogen. Sehr auffällig sind die langen schwarz-weißen Schulterfedern, die über den Rücken fallen.

Das Federkleid der Weibchen ist schlichter, sie können leicht mit anderen Arten wie der Krick– oder sogar der Stockente verwechselt werden. Ein besonderes Merkmal der weiblichen Knäkente ist allerdings der gestreifte Kopf. Auf eine dunkle Kappe am Oberkopf folgen abwechselnd weiße und braune Streifen, bis die weiße Kehle erreicht ist. Das restliche Gefieder besteht aus braunen Federn mit gelblichem Rand, was ihm ein gesprenkeltes Aussehen verleiht.

Knäkenten werden etwa 40 Zentimeter lang, wobei die Männchen meist etwas mehr wiegen als die Weibchen.

Vorkommen

Das Brutgebiet der Knäkente umfasst beinahe ganz Osteuropa und zieht sich von dort bis nach Asien. Teilweise kommt sie auch in West- und Mitteleuropa vor. In Deutschland sind Knäkenten sehr selten, kommen aber immer wieder als Durchzügler vor. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gibt es zum Glück noch Brutpaare. Um sie zu halten, schützt der NABU die Landschaft und legt neue Gewässer an.

Jedes Jahr im Juli brechen die Knäkenten in ihre Überwinterungsgebiete in Afrika auf. Im Senegaldelta beispielsweise wurden schon 200.000 Knäkenten gezählt!

An den Nebenarmen größerer Flüsse oder an Teichen fühlen sich diese Enten besonders wohl. Sie besiedeln dort die möglichst feuchten Ufer und Niederungen, auch überschwemmte Flächen werden gern angenommen.

Verhalten und Wissenswertes

Ihren deutschen Namen verdankt die Knäkente den knarzenden Balzrufen der Männchen. Sie klingen fast wie ein hölzernes Windspiel oder als würde jemand Klanghölzer sehr schnell aufeinanderschlagen.

Knäkenten ernähren sich von Wasserinsekten, kleinen Muscheln und Wasserpflanzen. Um all das zu erwischen, gründeln sie oft im flachen Wasser und nehmen die Beute mit ihrem kräftigen Schnabel auf.

Für die Brut besetzt jedes Paar ein eigenes Revier und verteidigt es aggressiv. Im dichten Bewuchs der Ufer werden die Eier in eine geschützte Mulde am Boden gelegt. Nach etwa drei Wochen Brutzeit schlüpfen die Jungen und verlassen sofort das Nest, um die Wasserfläche zu erkunden. Sie ernähren sich auch gleich selbstständig und werden nach fünf bis sechs Tagen flügge.

Foto: Luciano 95 (Lizenz: CC BY 2.0)

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