Polarbirkenzeisig – Gesellige Rotstirn

Polarbirkenzeisig – Gesellige Rotstirn

Der Polarbirkenzeisig besiedelt den Norden Skandinaviens und Sibiriens. Mit seiner roten Stirn ist er ein quirliger Blickfang in Tundra und Birkenwald.

Aussehen

Der Polarbirkenzeisig gehört zur Ordnung der Sperlingsvögel und zur Familie der Finken. Bei einer Körperlänge von etwa 14 Zentimetern wird er 11 bis 20 Gramm schwer. Er hat einen kleinen, kompakten und sehr rundlichen Körper. Das Gefieder ist insgesamt sehr hell mit weißer Bauchseite und hellbraun gestricheltem Rücken. Auf den bräunlichen Flügeln befindet sich jeweils ein weißer Streifen. Bei den Männchen sind Brust und Bürzel zart rosa überhaucht. Beide Geschlechter haben direkt unter dem sehr kleinen Schnabel einen schwarzen Kinnfleck. Auf der Stirn prangt ein tiefroter Fleck. Der Schnabel ist orange bis dunkelgelb und mit einer schwarzen Spitze versehen. Die Geschlechter unterscheiden sich äußerlich nicht. Jungvögel ähneln dem ausgewachsenen Weibchen. Große Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit dem weiblichen Birkenzeisig.

Vorkommen

Als Brutvogel ist der Polarbirkenzeisig im äußersten Norden von Skandinavien und Sibirien anzutreffen. Dort besiedelt er am liebsten Birkenwälder, Strauchtundra und Weidengebüsche in Flussnähe. Im Winter wandern die kleinen Vögel weiter in den Süden und besiedeln die Nadelwälder der Taiga. Sie bedienen sich dann auch gerne an Futterplätzen. Sehr selten ist die Art auch in Mitteleuropa zu beobachten.

Verhalten und Wissenswertes

Die Nahrung setzt sich hauptsächlich aus Samen, Knospen und Blüten zusammen. Während der Brutzeit erbeuten die Polarbirkenzeisige auch Insekten und andere Gliedertiere. Im Winter sind vor allem die Samen von Erlen und Birken beliebt.

Polarbirkenzeisige sind gesellige Vögel. Sie leben mindestens paarweise, meist aber in Familien oder noch größeren Gruppen zusammen. Es wurden schon Trupps mit knapp 100 Individuen beobachtet. In solchen Fällen sind dann oft Polarbirkenzeisige gemeinsam mit Birkenzeisigen unterwegs.

Die Brutzeit dauert von Juni bis September. In Sachen Nistplatz und Nestbau gibt das Weibchen den Ton an. Das weiche, napfartige Nest aus Moosen und Gräsern wird in einem Baum oder Strauch errichtet. Danach legt das Weibchen bis zu sieben hellblaue, dunkel gemusterte Eier und bebrütet sie elf Tage lang. Während dieser Zeit versorgt das Männchen seine Partnerin mit Nahrung. Sind die Jungen geschlüpft, brauchen sie nur 12 Tage, um flügge zu werden. Sie bleiben anschließend noch einige Zeit bei den Eltern.

Foto: dfaulder (CC BY 2.0)

Diesen Artikel empfehlen

Diskutieren Sie über diesen Artikel