Der Riesen-Fischuhu – Ein bedrohter Gigant

Der Riesen-Fischuhu – Ein bedrohter Gigant

Als größter seiner Art sollte der Riesen-Fischuhu wohl eigentlich eine beeindruckende und majestätische Figur abgeben: Doch er ist alles andere als ein eleganter und lautloser Jäger. Das macht die Art aber gerade so besonders.

Aussehen

In der Ordnung der Eulen ist der Riesen-Fischuhu der mit Abstand größte Vertreter. Er wird rund 70 cm groß, und fliegt mit einer Flügelspannweite von bis zu zwei Metern. Am Rücken ist das Gefieder dunkelbraun gefärbt und weist eine starke Zeichnung auf. Der Bauchbereich ist farblich etwas heller. Die Kehle des Uhus ist weiß, seine Augen leuchten in einer orange-gelben Färbung. Typisch für die Gattung der Uhus sind die spitz zulaufenden Ohrenbüschel. Das Gefieder des großen Vogels wirkt etwas zerzaust.

Vorkommen

Die Riesen-Fischuhus bevorzugen einen ganz speziellen Lebensraum. Sie leben in dichten, alt-bewachsenen Wäldern in der Nähe von Wasserstraßen oder bewaldeten Küsten. Sie brauchen fließende Gewässer, die auch in den kalten nordischen Wintern nicht zufrieren. Heute findet man den Uhu nur noch in abgelegenen Gebieten Russlands, in China und in Japan. Die Population ist auf rund 1000 Tiere geschrumpft.

Verhalten und Wissenswertes

Die große Eulenart ernährt sich vorrangig von Fisch. Daher ist es auch nicht nötig, sich lautlos bewegen zu können, wie es andere Eulen vermögen. Sie stapfen etwas plump am Ufer entlang und halten Ausschau nach Nahrung. Riesen-Fischuhus können Fische von bis zu 3 Kilogramm fangen und in ihr Nest tragen. Die Art ist nachtaktiv, sie jagt nur selten in der Dämmerung.

Die Nester der Uhus befinden sich in den Baumkronen oder in hoch gelegenen Baumhöhlen. Aufgrund der erschwerten Nahrungssuche brüten Uhus nicht jedes Jahr. Daher ist es umso problematischer, dass es nur noch wenige Exemplare von ihnen gibt. Meist legen die Weibchen ein Ei, das 30 bis 40 Tage lang ausgebrütet wird. Etwa ein halbes Jahr lang kümmern sich die Eltern um das Jungtier, bevor es selbstständig ist.

 

Foto: Takashi Muramatsu (Lizenz CC BY 2.0)

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