Rotsteiß-Mistelfresser – Bester Freund der Mistel

Rotsteiß-Mistelfresser – Bester Freund der Mistel

Beim Rotsteiß-Mistelfresser ist der Name in jeder Hinsicht Programm: Er hat einen roten Bürzel und frisst am liebsten die Beeren der Mistel.

Aussehen

Der Rotsteiß-Mistelfresser gehört zu den Sperlingsvögeln und wird etwa 10 bis 11 Zentimeter groß. Die beiden Geschlechter unterscheiden sich deutlich voneinander. Das Gefieder des Männchens hat eine bläulich-schwarze Grundfärbung. Die Kehle, die Brust und der Bürzel sind intensiv orange-rot gefärbt. Auf dem weißen Bauch findet sich ein länglicher, schwarzer Fleck.

Beim Weibchen finden sich weniger starke Kontraste. Hier ist das Gefieder größtenteils dunkelgrau, der Bauch weist eine hellgraue Färbung auf. Einen roten Bürzel besitzen auch die Weibchen, wenn er auch oft nicht so intensiv eingefärbt ist wie bei den Männchen. Der kräftige Schnabel und die Füße sind bei beiden Geschlechtern grau-schwarz. Jungvögel erkennt man an ihrem orange getönten Schnabel.

Vorkommen

Unser Vogel der Woche ist in Südostasien und Australien sowie in einigen Regionen Papua-Neuguineas und im Osten Indonesiens verbreitet. Zu seinen bevorzugten Lebensräumen gehören subtropische und tropische Wälder, Buschland und Savannen. Er hält sich außerdem gern in der Nähe von Flüssen, Bächen oder kleinen Buchten mit Wasserfällen auf.

Verhalten und Wissenswertes

Wie sein Name schon sagt, hat der Rotsteiß-Mistelfresser eine besondere Vorliebe für die Beeren der Mistel. Schon eine halbe Stunde nach dem Fressen scheidet er die Samen der Beeren wieder aus. Diese bleiben dann an einem Baum oder Strauch haften und entwickeln sich dort zu einer neuen Mistel. Außerdem stehen noch Früchte, Nektar, Blütenstaub und Sämereien auf dem Speiseplan des kleinen Vogels. Auch kleine Insekten und Spinnentiere lässt er sich nicht entgehen. Mit dem kräftigen, spitzen Schnabel sucht er Büsche und Bäume nach Beute ab.

Im Oktober machen sich die Vögel für die Paarung bereit. Aus Pflanzenmaterial baut das Weibchen ein großes, birnenförmiges Nest mit einem Schlitz als Eingang. Diese Konstruktion befestigt das Weibchen mit Spinnweben an den Zweigen eines Baumes. Danach legt die geschickte Baumeisterin drei bis vier Eier hinein. Auch um das Ausbrüten der Eier kümmert sich das Weibchen allein. Sind die Jungen geschlüpft, beteiligt sich das Männchen wieder und hilft beim Füttern. Außerhalb der Brutzeit ziehen Rotsteiß-Mistelfresser in kleinen Gruppen umher.

Foto: patrickkavanagh (CC BY 2.0)

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