Sandflughuhn – Scheuer Vegetarier

Sandflughuhn – Scheuer Vegetarier

Das Sandflughuhn ist immer auf der Suche nach Körnern, Samen und anderen Leckerbissen. Als Jungvogel ist es vom ersten Tag an aktiv.

Aussehen

Innerhalb der Familie der Flughühner ist das Sandflughuhn ein recht großer Vertreter: Es wird 30 bis 35 Zentimeter lang. Seine rundliche Gestalt erinnert an eine Taube. Auf Rücken und Flügeln ist das Gefieder schwarz-braun getupft. Nur die Außenfahnen der Flügel sind rötlich braun, was auch im Sitzen gut zu erkennen ist. Kopf und Brust sind überwiegend hellgrau gefärbt. Der Bauch ist kohlschwarz. Männchen haben kräftig orangerot eingefärbte Wangen und einen schwarzen Kehlfleck. Über die Brust zieht sich ein breites, schwarzes Band. Beim Weibchen ist das Muster vom Rücken auch an Kopf und Hals zu finden.

Durch die weißen Unterflügel und den schwarzen Bauch ist die Art im Flug gut zu erkennen. Ein weiterer Hinweis ist der rollende, fast trillernde Flugruf. Zudem erzeugt der Flügelschlag einen leisen Pfeifton.

Vorkommen

Unser Vogel der Woche brütet im Mittelmeerraum, auf der Iberischen Halbinsel und im Norden Afrikas. Das Verbreitungsgebiet reicht außerdem von Zentralasien bis nach Nordwestindien und schließlich Nepal. Am wohlsten fühlt sich das Sandflughuhn in weiten, offenen Landschaften, die jedoch keine Wüsten sein sollten. Es hält sich gern in der Nähe von Getreidefeldern auf. Gelegentlich besiedelt es auch Feuchtgebiete und Heideflächen.

Verhalten und Wissenswertes

Sandflughühner haben viele Feinde und achten daher immer sehr genau auf ihre Umgebung. Vor allem bei der Nahrungssuche schauen sich die scheuen Tiere immer wieder um. Sie ernähren sich vor allem von Samen, Körnern, Kräutern und Gräsern, die sie mit schnellen Bewegungen aufpicken.

In der Paarungszeit (zwischen März und August) führen die Männchen ausgefeilte Balztänze auf, um Weibchen zu beeindrucken. Die Paare suchen sich einen geschützten Nistplatz am Boden, wo das Weibchen meist drei Eier legt. Beide Eltern beteiligen sich an der Brut, bis nach drei Wochen die Küken schlüpfen. Als Nestflüchter begleiten die Jungen ihre Eltern von Anfang an bei deren Streifzügen. Besonders aktiv sind die Vögel in den Morgen- und Abendstunden.

Foto: Andreas Trepte ( CC BY-SA 4.0 )

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