Vogelfotografie – Übungen mit Gartenvögeln

Vogelfotografie – Übungen mit Gartenvögeln

An einer Futterstelle im winterlichen Garten können euch erstaunliche Vogelfotos gelingen. Wir zeigen euch, wie ihr das Fotostudio unter freiem Himmel optimal vorbereitet.

Vogelfotografie macht viel Spaß und man kann sie unter verschiedensten Bedingungen betreiben. Fliegende oder jagende Vögel sind natürlich eine größere Herausforderung. Auch ein Bild von einem seltenen Vogel ist oft mit erheblichem Aufwand verbunden. Deshalb lohnt es sich, erst einmal vor der eigenen Haustür zu üben. Ihr werdet sehen, wie stolz euch selbst ein gelungenes Foto von einer Meise machen wird.

Die Umgebung vorbereiten

Ideal ist es natürlich, wenn ihr in eurem eigenen Garten üben könnt. Gerade im Winter, wenn kein Laub mehr die Sicht verdeckt, sind die Bedingungen zum Fotografieren einfacher. Außerdem könnt ihr eure gefiederten Motive dann mit Vogelfutter aus der Deckung und vor die Linse locken. Vielleicht habt ihr ja sogar schon eine Futterstelle in eurem Garten? Es sollte auf jeden Fall höchstens zwei Stellen mit Futter in eurem Garten geben. So ist die Chance größer, gleich mehrere Vögel anzulocken und vielleicht sogar Gruppenbilder zu erhaschen.

Damit eure Fotos harmonisch werden, solltet ihr die Futterstelle möglichst natürlich gestalten. Äste und Zweige, auf denen die Vögel sitzen können, sehen besser aus als bunte Plastikteile. Oft landen wartende Vögel auch in den Bäumen und Sträuchern rund um die Futterstelle, so dass ihr sie auch dort ablichten könnt. Im Hintergrund sollten möglichst keine bunten, künstlichen Gegenstände zu sehen sein. Besser ist ein von natürlichen Farben dominierter Hintergrund, der später nicht vom Vogel ablenkt.

Jetzt kann es losgehen!

Wenn ihr das „Fotostudio“ eingerichtet habt, müsst ihr euch eine gute Position zum Fotografieren suchen. Am besten seid ihr natürlich gut getarnt. Vielleicht gibt es ein Fenster in der Nähe der Futterstelle, so dass ihr im Haus warten könnt? Eine weitere Möglichkeit besteht darin, ein Auto möglichst nah heranzufahren. Das könnt ihr natürlich nur in eurem eigenen Garten und mit genug Platz machen.

Was die Ausrüstung angeht, ist tolles Equipment natürlich nicht alles. Bei guter Vorbereitung lassen sich selbst mit einem Smartphone hübsche Bilder machen. Für eine Spiegelreflexkamera empfiehlt sich jedoch ein Teleobjektiv mit großer, offener Blende, die den Hintergrund verschwimmen lässt. Auch ein Stativ kann sehr nützlich sein, um die Kamera besser zu fixieren.

Das beste Licht bekommt ihr morgens und abends. Tagsüber kann direkte Sonneneinstrahlung für zu harte Schatten sorgen. Wartet dann lieber auf einen bewölkten Abschnitt. Blitzlicht ist für die Vogelfotografie absolut nicht geeignet.

Mit Geduld zum Erfolg

Habt ihr euch in Position begeben? Dann heißt es nun: Warten. Denn ohne Geduld wird euch selten ein gutes Bild gelingen. Wiedersteht dem Drang, nach ein paar Minuten wieder aufzuspringen. Macht es euch lieber möglichst bequem (im Auto hilft zum Beispiel ein Bohnensack als Kameraablage) und vermeidet plötzliche Bewegungen.

Lasst den Vögeln vor dem großen Tag Zeit, um die Futterstelle kennen zu lernen. Wenn ihr dann zusätzlich öfter durch den Garten spaziert, gewöhnen sie sich außerdem auch an Menschen in der Umgebung. Viel Erfolg!

Auf unserem Blog findet ihr auch nützliche allgemeine Tipps zur Vogelfotografie. Außerdem zeigen wir euch die richtige Bildkomposition und geben Tipps für eindrucksvolle Flugfotos.

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