Vogelfotografie – Fünf wichtige Tipps

Vogelfotografie – Fünf wichtige Tipps

Die Vogelfotografie ist eine wahre Kunst. Sie ist an einige Herausforderungen geknüpft und gilt als spezielle Sparte der Tierfotografie. Doch das Ergebnis lohnt sich: Vögel in der Natur zu fotografieren und sie in ihrem natürlichen Lebensraum auf einem Bild festhalten zu können, ist schon eine tolle Sache. Doch dabei gilt es auch einiges zu beachten. Damit das bestmöglich gelingt, haben wir im Folgenden fünf wichtige Tipps zur Vogelfotografie zusammengefasst.

 

1. Vogelkenntnis ist das A und O.

Egal ob beruflich oder hobbymäßig, wer nicht zum ersten Mal Vögel beobachtet, hat einen klaren Vorteil. Denn nichts ist beim Vögel fotografieren wichtiger, als seine Fotomotive zu kennen. Und „kennen“ bedeutet in diesem Fall deutlich mehr als nur „erkennen“. Wer hochwertige Bilder von Vögeln schießen möchte, muss mit ihrem Verhalten vertraut sein.

Folgende Fragen lassen sich hier stellen: Wo halten sie sich auf? Wo nisten sie? Was fressen sie? Wann sind sie aktiv? Haben sie besondere Eigenarten? Sind sie scheu oder aktiv?

Je mehr man über sein gewünschtes Fotomotiv weiß, desto besser kann man sich auf den Vogel einstellen. So lässt sich gezielt nach einem Vogel in einer entsprechenden Situation Ausschau halten.

2. Ortskenntnisse sind nicht zu unterschätzen.

Nun weiß man also, wo sich welche Vögel besonders gerne aufhalten. Jetzt gilt es, herauszufinden, wo diese Orte sind. Möglichst detaillierte Informationen zum Vogel sind hier gefragt. Es reicht also nicht aus, zu wissen, dass ein Vogel gerne auf Bäumen sitzt und wo solche Bäume stehen.

Viel wichtiger sind folgende Fragen: Wo gibt es Nistplätze für die Vögel? Wo sind ihre Nahrungsstätten? Wohin ziehen sie sich zurück?

Das gilt sowohl für Standvögel als auch für Zugvögel. Beide Vogeltypen haben bevorzugte Plätze, welche es zu finden gilt. Passionierte Vogelbeobachter:innen sind hier also klar im Vorteil. Das soll jedoch nicht heißen, dass Anfänger:innen und Hobbyfotografen:innen keine guten Bilder schießen können. Wer stets informiert und vorbereitet an die Vogelfotografie herantritt, kann mit schönen Ergebnissen rechnen. Vor dem Fotografieren sollte die Umgebung auf jeden Fall nach möglichen Aufenthaltsorten von Vögeln erkundet werden. Und natürlich nach möglichen Verstecken für den Fotografen oder die Fotografin selbst.

3. Geduld und Ausdauer zahlen sich aus!

Was genau kann unter Vogelfotografie eigentlich verstanden werden? In der Vogelfotografie sollen besondere Situationen festgehalten werden, einmalige Fotos geschossen werden und qualitativ hochwertige Tier-Porträts geschaffen werden. Aus diesem Grund sollte nicht einfach wie wild drauflos fotografiert werden, sobald man einen Ort mit vielen Vögeln gefunden hat. Es empfiehlt sich daher, sich während einer Foto-Session auf eine Vogelart zu konzentrieren. Allein ein oder zwei bestimmte Vogel-Exemplare können für den Anfang schon genügen. Wenn man ein Tier über einen langen Zeitraum beobachtet, wächst die Wahrscheinlichkeit, ein besonderes Foto zu ergattern. Außerdem lernt man den Vogel so besser kennen und hat die Möglichkeit, sich mehr auf sein Verhalten einzustellen. Bleibt also hartnäckig und lasst euch nicht entmutigen, wenn ihr nach einer halben Stunde noch nicht das perfekte Foto erwischt habt!

4. Groß anfangen

Der nächste Tipp klingt erstmal ungewohnt: Fangt groß an! Genauer gesagt, groß und langsam. Egal ob laufen, schwimmen oder fliegen: Vögel sitzen selten still und unbewegt herum. Bewegung ist ein wichtiger Punkt in der Fotografie. Sie macht Bilder erst so richtig interessant – aber das Fotografieren eben auch deutlich komplizierter.

Generell gilt die Faustregel „kleine Vögel bewegen sich schneller als große Vögel“.

Es ist deshalb deutlich leichter, einen Bussard im Segelflug zu fotografieren als einen Mauersegler, der um die Häuser zischt. So kommen Vögel schwimmend auf dem Wasser langsamer voran als fliegend in der Luft. Für den Einstieg lohnt es sich also, schwimmende Vögel oder große Gleiter zu fotografieren. Es empfiehlt sich, sich zu den kleineren, wendigeren Vögeln „vorzuarbeiten“. Aus technischer Sicht ist außerdem zu beachten: Je kleiner und schneller der Vogel, desto kürzer die Belichtungszeit.

5. Situationen erzeugen

Das Gute an der Vogelfotografie: Vögel lassen sich anlocken! Das einfachste Mittel dafür sind kleine Äste und Stöcke. Auf solchen rasten Vögel gerne, um sich zu putzen oder die Umgebung auszukundschaften. Besonders auf Wasserflächen finden sie einen sicheren Rückzugsort. Es lohnt sich deshalb, auf kleinen Seen oder Teichen Äste auszusetzen und treiben zu lassen. Mit etwas Glück wird sich ein Vogel darauf niederlassen. Aber auch auf Feldern und Wiesen lassen sich Äste in den Boden stecken. Vor allem, wenn die Wiese nicht umzäunt ist und sich die Vögel nicht auf Pfähle setzen können, ist dieser Schritt immer eine Überlegung wert. Um den Vogel nicht durch eigene Bewegungen zu verscheuchen, ist es wichtig, den Ast in einiger Distanz zum eigenen Versteck aufzustellen.

Auch das Einrichten einer Futterstelle kann zu tollen Vogelfotografien beitragen. Vor allem heimische Vögel lassen sich so ohne hohe Ausgaben in unsere Nähe locken. Hierbei ist die Ausrichtung der Sonne auf die Futterstelle zu beachten. Für eine ideale Ausrichtung scheint die Sonne in Blickrichtung auf die Futterstelle.

Foto: © nidan auf Pixabay

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1 Kommentar

  1. Christian Kolbe 3. Juni 2014 um 10:16 Uhr

    Hello ImageSelect. Unfortunately, I don’t speak Dutch. If you could send your request in English again, that’d be great!

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