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Haussegler: Plumper Winzling

Haussegler: Plumper Winzling

Über den Dächern ist er meist nur für einen kurzen Augenblick zu sehen. Mit schnellen Flügelschlägen und wendigen Kurven zieht der Haussegler durch die Luft, immer auf der Suche nach kleinen Insekten. Wer ihn genauer betrachtet, entdeckt einen ungewöhnlich kompakten Segler mit einem auffälligen weißen Kehllatz.

Aussehen 

Der Haussegler (Apus affinis) ist mit einer Körperlänge von etwa 12 Zentimetern und einem Gewicht von 18 bis 30 Gramm der kleinste Vertreter der Gattung Apus, zu der auch der bekannte Mauersegler gehört. Sein Gefieder ist überwiegend schwarz. Besonders auffällig sind der große, rundliche weiße Kehllatz und der ebenfalls weiße Bürzel. Kopf und Nacken setzen sich farblich etwas vom übrigen Gefieder ab. Der Kopf ist graubraun, während der Nacken schwarzbraun gefärbt ist. Die Flügel wirken im Vergleich zu denen seiner Verwandten weniger sichelförmig und enden etwas stumpfer.

Vorkommen 

Das Hauptverbreitungsgebiet des Hausseglers liegt in Afrika südlich der Sahara und auf dem Indischen Subkontinent. Außerdem kommt er im Südwesten der Arabischen Halbinsel vor. Kleinere, voneinander isolierte Vorkommen gibt es in Nordafrika, Pakistan und im Iran. In den tropischen Teilen seines Verbreitungsgebiets bleibt der Haussegler ganzjährig in seinem Lebensraum. In den nördlichen und südlichen Randgebieten tritt er teilweise als Zugvogel auf.

Der Haussegler ist eng an menschliche Siedlungen angepasst. Er brütet bevorzugt an Gebäuden und nutzt dabei beispielsweise Mauern, Dächer oder andere geeignete Strukturen. Entsprechend selten wird er weit entfernt von menschlichen Siedlungen beobachtet. Seine Nähe zum Menschen macht ihn zu einer charakteristischen Erscheinung in Städten und Dörfern seines Verbreitungsgebiets.

Tipps zur Beobachtung 

Mehrere auffälige Merkmale erleichtern die Bestimmung des Hausseglers. Neben der gedrungenen Gestalt und dem weißen Kehllatz fällt vor allem die ungewöhnliche Schwanzform auf. Im geschlossenen Zustand wirkt der Schwanz gerade abgeschnitten, während er sich im geöffneten Zustand rundet. Dadurch lässt sich der Haussegler im Flug von anderen Seglern unterscheiden.

Wer den Haussegler hört, hat eine weitere Möglichkeit zur Bestimmung. Die Art ist ausgesprochen ruffreudig und macht mit einem rauen, schnell vorgetragenen Triller auf sich aufmerksam. Der Ruf lässt sich ungefähr als der der der dit derdiddidu wiedergeben. Zusammen mit seinem charakteristischen Erscheinungsbild wird der Haussegler dadurch zu einer gut erkennbaren, zugleich aber vergleichsweise wenig bekannten Seglerart.