Stunde der Gartenvögel 2019 – Einfach mitmachen!

Stunde der Gartenvögel 2019 – Einfach mitmachen!

Am zweiten Maiwochenende werden wieder bundesweit Vögel gezählt. Wozu die Aktion gut ist und wie ihr mitmachen könnt, lest ihr hier.

Stunde der Gartenvögel 2019

Bei der Stunde der Gartenvögel geht es darum, mehr über die Vögel in unseren Siedlungen, Städten, Dörfern, Gärten und Parks zu erfahren. Sie ist eine gemeinsame Aktion von NABU, NAJU und LBV und findet 2019 zum 15. Mal statt. Das Prinzip ist recht simpel: Da viele Augen auch mehr sehen, sollen so viele Menschen wie möglich dabei helfen, eine bundesweite Vogelzählung zu ermöglichen.

Weil die Aktion auf den Siedlungsraum beschränkt ist und beispielsweise keine Naturschutzgebiete umfasst, ist die Palette der Arten, die beobachtet werden können, recht übersichtlich. Deshalb kann jeder mitmachen, auch wenn er oder sie kein Profi in der Vogelbestimmung ist. So entsteht ein konkretes Bild der aktuellen Bestände unserer Gartenvögel. Gerade in Zeiten, in denen Nahrung und Brutplätze immer knapper werden, ist es besonders wichtig, die Situation der Vögel zu kennen und schleichende Veränderungen festzustellen.

Ein weiterer Aspekt liegt im Spaß an der Sache. Wer teilnimmt, soll vor allem Freude an der Beobachtung haben und die Vögel in seiner Umgebung näher kennen lernen. Langfristig hilft auch das dem Naturschutz, denn was man kennt, schützt man auch eher. Ein Garten, Hinterhof oder Balkon kann ein sehr wertvolles Naturschutzgebiet im Miniformat sein. Wer das erkennt, setzt sich eher für die Lebewesen vor seiner Haustür ein (zum Beispiel mit insektenfreundlichen Pflanzen oder einer Vogeltränke).

Wie wird’s gemacht?

Gezählt werden darf vom 10. bis zum 12. Mai 2019. In diesem Zeitraum nehmt ihr euch eine Stunde Zeit (am besten morgens) und sucht euch einen guten Beobachtungspunkt. Das kann ein Garten, euer Balkon oder ein Park sein. Innerhalb der Stunde zählt ihr alle Vögel, die zu sehen und zu hören sind. Achtung: Um Doppelzählungen zu vermeiden, wird von jeder Vogelart die höchste Zahl der gleichzeitig beobachteten Vögel notiert. Wenn ihr also zum Beispiel vier Amseln auf einmal seht, diese dann wegfliegen und ihr später noch einmal zwei Amseln beobachtet, notiert ihr nicht sechs, sondern vier. Wenn ihr eine Art nicht sicher bestimmen könnt, lasst sie am besten einfach weg.

Solltet ihr nistende Vögel entdecken, vermeidet unnötige Störungen. Ein Fernglas kann euch dabei helfen, auf Abstand zu bleiben und trotzdem alles genau zu beobachten. Nutzt am besten erst die Zählhilfe des NABU und tragt am Ende der Stunde eure Ergebnisse in den Meldebogen ein. Diesen könnt ihr per Post an den NABU senden (Einsendeschluss ist der 20. Mai). Schneller und portofrei könnt ihr eure Ergebnisse über das Online-Formular oder die kostenlose NABU-App „Vogelwelt“ übermitteln. Unter den Teilnehmern werden unter anderem ein Fernglas, IKEA-Gutscheine sowie Nistkästen und Bücher verlost.

Wie erkenne ich die Vögel?

Auf dem Flyer der Aktion sind bereits 12 häufige Gartenvögel abgebildet. Wenn ihr euch etwas ausführlicher vorbereiten wollt, könnt ihr auch einen Blick in den NABU-Vogeltrainer werfen. Für Arten, die öfter mal miteinander verwechselt werden, sind auf den Seiten des NABU Vergleichsgrafiken zu finden. Die bereits erwähnte App ist auch eine tolle Möglichkeit, um Vögel zu identifizieren und ihr könnt direkt im Anschluss eure Ergebnisse abschicken. Natürlich tut es auch das klassische Bestimmungsbuch oder ihr schließt euch jemandem an, der sich mit Vögeln auskennt.

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