Adlerbussard – Jäger der Wüste

Adlerbussard – Jäger der Wüste

Aussehen

Der Adlerbussard wird etwa 60 Zentimeter groß und erreicht eine Flügelspannweite von 135 bis 160 Zentimetern. Ganz schön beeindruckend für einen Bussard. Seine langen Flügel sind es auch, die ihm den Namen einbrachten. Denn mit ihnen und den auffällig gefingerten Handschwingen erinnert er vor allem im Flug an einen Adler. Aber auch die kräftigen Beine sind außergewöhnlich lang, daher heißt er im Englischen „Long-legged buzzard“. Das Gefieder kann sehr unterschiedlich gefärbt sein. Meist herrschen aber rostrote und beige Töne vor. Kopf und Brust sind heller gefärbt als das restliche Gefieder. Auch die hellen Flügelunterseiten heben sich deutlich ab. Insgesamt ist die Bestimmung aber ziemlich knifflig, da es sowohl sehr helle als auch dunkle Exemplare gibt.

Vorkommen

Unser Vogel der Woche brütet vor allem auf dem Balkan und im Norden des Kaspischen Meeres. Außerdem kommt er im Kaukasus, in der Türkei, im Norden Afrikas und teilweise im Nahen Osten vor. Der Adlerbussard ist ein Teilzieher und überwintert je nach Brutgebiet in Nord- und Zentralafrika, Nordindien oder am Mittelmeer.

Als Greifvogel hat der Adlerbussard natürlich gern die Übersicht und bevorzugt offene Landschaften mit einigen Hügeln und Felsen. Zu seinen Lebensräumen gehören Wüsten und Halbwüsten sowie Steppen, Wiesen und Ackerland. In der Nähe von Gewässern kann man die Art auch in kleinen Gruppen antreffen.

Verhalten und Wissenswertes

Auf der Suche nach Beute kreist der Adlerbussard über seinem Revier und lässt sich immer wieder auf Strommasten oder toten Bäumen nieder. Seine Hauptnahrung sind Nagetiere wie Rennmäuse, Wühlmäuse, Ziesel und Feldhamster. Gelegentlich erbeutet er außerdem Reptilien und kleine Vögel.

Seinen Horst baut der große Bussard am liebsten erhöht, so dass er Feinde schnell erspähen kann. Bevorzugte Plätze sind Felsen und Felsspalten sowie einzelne Bäume oder Strommasten. Das Gelege besteht meist aus zwei oder drei Eiern. Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungen gut 50 Tage im Nest. Eine anstrengende Zeit für die Eltern, die jetzt unermüdlich Nahrung herbeischaffen müssen. Wenn die Jungen das Nest verlassen, halten sie sich noch einige Wochen in der Nähe auf. Gewöhnlich brütet jedes Paar nur einmal im Jahr.

Foto: Imran Shah ( CC BY-SA 2.0 )

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