Bergente – Taucherin mit Schnabelring

Bergente – Taucherin mit Schnabelring

Die Bergente ist im deutschen Binnenland sehr selten anzutreffen, da ihr Herz im Gegensatz zu ihrem Namen für das Wasser schlägt. In Schleswig-Holstein befindet sich eine der seltenen Brutstätten.

Aussehen

Bergenten werden im Vergleich zu vielen anderen Entenarten recht groß, sie erreichen eine Länge von etwa 50 cm. Männchen im Prachtkleid haben einen grau melierten Rücken, der in Richtung Schwanz immer dunkler wird. Hals und Brust sind schwarz, die Flanken dagegen weiß. Der bleigraue, breite Schnabel sitzt an einem großen Kopf mit grünlich schimmerndem Gefieder. Im Schlichtkleid ähnelt das Männchen allerdings dem Weibchen.

Weibliche Bergenten sind eher bräunlich, wobei der Rücken dunkler ist als Flanken und Brust und Tendenzen zu Braun und Schwarz aufweist. Ihr wichtigstes Merkmal ist ein breiter, weißer Ring um die Schnabelbasis, der sich bis auf die Stirn hochziehen kann.

Vorkommen

In Europa kommen Bergenten vor allem im Norden vor, sie leben in Island, Nordskandinavien und Russland. Eine etwas kleinere Unterart der Bergente besiedelt auch Sibirien und Nordamerika.

Die meisten Bergenten ziehen zum Überwintern in wärmere Gebiete um. Dazu zählen die südwestliche Ostsee, die Küsten von Südnorwegen, Großbritannien und Irland sowie die Nordseeküste im allgemeinen. Ab September können in Mitteleuropa durchziehende Bergenten beobachtet werden.

Wie bereits erwähnt, halten sich Bergenten während der Brutzeit gern an Gewässern im Binnenland auf, vor allem an größeren Seen und Teichen der Tundra. Zum Überwintern zieht es sie eher ans Meer und ihr könnt sie vor allem an Küsten, aber auch in Wattgebieten und Buchten entdecken.

Vogelbeobachtungs-Tipps

Bergenten sind durchaus keine Vegetarier, sie ernähren sich am liebsten von Insekten, Schnecken, Muscheln und sogar Fröschen. Vor allem im Frühling und Sommer beziehen sie aber auch etwas pflanzliche Nahrung in ihren Speiseplan ein, vor allem nährstoffreiche Samen.

Die bereits verpaarten Bergenten treffen im April in ihren Brutgebieten ein, wo sie am liebsten auf Süßwasserinseln in größeren Kolonien brüten. Die Nester werden in Bodennähe errichtet, oft auch unter Büschen oder geschützt zwischen Felsen. Nach etwa 28 Tagen Brutdauer schlüpfen die Küken und bleiben, bis sie flugfähig sind, im flachen Uferwasser.

  • Eine Übersicht zur Unterscheidung verschiedener Entenarten findet ihr hier.
  • Die Stimme einer Bergente könnt ihr hier anhören.

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