Blässgans – Wintergast aus den Norden

Blässgans – Wintergast aus den Norden

Die Blässgans gehört der Gattung der Feldgänse an und ist ein regelmäßiger Wintergast in Mitteleuropa. Ihre Brutgebiete erstrecken sich vom Norden des europäischen Russlands und Ostsibirien über das arktische Nordamerika bis auf Grönland.

Aussehen

Ihren Namen hat die Blässgans von ihrer weißen Stirnzeichnung, der sogenannten Blesse, wodurch sie sich von den meisten anderen Gänsenarten sehr gut unterscheiden lässt. Gut zu erkennen, ist die Blässgans auch an ihrem graubraunen Bauchgefieder, das mit unregelmäßigen schwarzen Flecken überzogen ist. Der Schnabel der europäischen Blässgans ist zartrosa. Ihre Beine leuchten in einem kräftigen Orange.

Aber Achtung: Die Zwerggans sieht der Blässgans zum Verwechseln ähnlich. Diese ist jedoch sichtbar kleiner. Die Stirnblesse ist größer und zieht sich bis oberhalb des Auges. Außerdem hat die Zwerggans einen orangefarben Ring um die Augen, der den Blässgänsen fehlt.

Vorkommen

In der Regel verlassen Blässgänse ihre nordeuropäischen Brutgebiete bereits im August. Dann ziehen sie in V-Formation in die milderen Gefilde in Mitteleuropa und beziehen ihre Winterquartiere im Nord- und Ostseebereich, in Deutschland, Holland und Polen. So kann man Blässgänse auf ihren zahlreichen Zwischenstopps z.B. auch auf der Halbinsel Darß bewundern. Die größte Population an Blässgänsen ist in Deutschland jedoch von Oktober bis März in Nordrhein-Westfalen zu finden.

Beobachtunggebiete: am unteren Niederrhein bei den Städten Wesel und Rees, auf der Halbinsel Darß

Foto: © SteveByland – istockphoto.com

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