Der Blassspötter – Unscheinbares Gesangstalent

Der Blassspötter – Unscheinbares Gesangstalent

In den afrikanischen Steppen und Wüstenregionen ist der Blassspötter manchmal nur schwer auszumachen. Zu hören ist er dagegen gut: Der kleine Singvogel hat ein starkes Organ und trällert verschiedenste Lieder.

Aussehen

Der Blassspötter könnte wohl unauffälliger nicht sein: Er wird nur etwa 13 cm lang und trägt ein einheitliches graues bis braunes Gefieder vom Kopf bis zum Schwanz. Am Bauch geht das Grau in ein Weiß über. Äußerlich ähnelt er der Grasmücke, jedoch ist sein Schnabel etwas länger. Außerdem lässt sich ein weißer Streifen über seinen Augen erkennen.

Vorkommen

Vor allem in mediterranen Gebieten ist der Blassspötter zu Hause. Sein Verbreitungsgebiet ist relativ groß, weswegen sich fünf regionale Unterarten entwickelt haben. Er lebt unter anderem auf der arabischen Halbinsel mit Ausbreitung auf den asiatischen Kontinent sowie an der afrikanischen Westküste und südlich der Sahara. Die südlicheren Vertreter sind Standvögel, während die Blassspötter aus nördlicheren Regionen im Winter in tropische Regionen Afrikas ziehen.

Besonders wohl fühlt sich die Spötterart in Busch- und Baumlandschaften, die sich nicht selten in der Nähe von Gewässern befinden.

Verhalten und Wissenswertes

Wie alle Spötterarten verfügt der Blassspötter über ein ausgeprägtes Gesangstalent. Er zwitschert ausdauernd in verschiedenen Variationen und macht dabei gern andere Vögel nach. Eine Gesangsprobe findet ihr auf der Seite der Deutschen digitalen Bibliothek. Seine Nahrung sammelt der Blasspötter von den Blättern und Ästen der Bäume ab: Er frisst am liebsten kleine Insekten und Spinnen.

Beim Nestbau gibt sich der kleine Vogel, ähnlich wie der Gelbspötter, viel Mühe: Es werden dünne Halme, Wollfäden, Haare und andere weiche Materialien eingebaut, sodass ein glattes napfförmiges Gebilde entsteht. Das Nest befindet sich nur ein bis zwei Meter über dem Boden in einem Busch oder kleinem Baum. Je nach Standort des Vogels legt das Weibchen drei bis fünf Eier.

 

Foto: Mick Sway (Lizenz: CC BY-ND 2.0)

Diesen Artikel empfehlen

Diskutieren Sie über diesen Artikel