Gelbschnabeltaucher – Seevogel mit grafischem Muster

Gelbschnabeltaucher – Seevogel mit grafischem Muster

Einen Gelbschnabeltaucher bekommt man eher selten zu Gesicht. Die geschickten Vögel sind im Norden Russlands und Amerikas zu Hause.

Aussehen

Der Gelbschnabeltaucher wird etwa 80 bis 90 Zentimeter groß und erreicht eine Flügelspannweite von 135 bis 150 Zentimetern. Damit ist er der größte Seetaucher. Im Prachtkleid ist das Gefieder an der Oberseite vom Kopf bis zum Schwanz schwarz. Ein Muster aus großen, weißen Vierecken bedeckt den oberen Rücken, an den Flanken verlaufen feine weiße Punktreihen. Der Hals ist mit einem Band aus kurzen weißen Strichen verziert. An der Kehle befindet sich eine ähnliche Zeichnung, allerdings aus weißen Punkten.

Die Brust, der Bauch und die Unterflügeldecken sind weiß. Am Übergang zwischen den schwarzen Flanken und der weißen Brust entdecken wir ein zebraartiges Streifenmuster. Nun zum namensgebenden Schnabel: er ist tatsächlich hellgelb, manchmal aber auch eher beige. Er ist lang, kräftig und läuft nach vorne hin immer spitzer zu. Typisch sind die lauten, langgezogenen Rufe und ein Ton, der wie ein Lachen klingt:

Vorkommen

Die Brutgebiete des Gelbschnabeltauchers liegen in den Küstengebieten von Russland und Nordamerika (Kanada und Alaska). Er ist ein Mittelstreckenzieher. Die russischen Brutvögel verbringen den Winter teilweise vor der Küste Norwegens, aber auch in der Nord- und Ostsee. Die Brutvögel aus Nordamerika überwintern vor der amerikanischen Pazifikküste, manchmal bis nach Kalifornien.

Verhalten und Wissenswertes

Unser Vogel der Woche ernährt sich in erster Linie von Fischen. Er ist ein guter Taucher (wie der Name schon sagt) und kann unter Wasser auch größere Strecken zurücklegen. Auf dem Speiseplan stehen außerdem Frösche, Krebstiere und Schnecken. So ein Tauchgang kann ziemlich anstrengend sein, so dass die Vögel nach der Jagd gerne eine Weile ruhen.

Verpaarte Gelbschnabeltaucher bleiben sehr lange zusammen. Aus dem Nestbau machen sie keine große Kunst – meist genügt eine Bodenmulde am Ufer eines Binnengewässers. Im Juni und Juli legen die Weibchen ihre Eier ab und bebrüten sie mindestens 27 Tage. Dabei bekommen sie Hilfe von den Männchen. Auch nachdem die Jungen geschlüpft sind, werden sie von beiden Eltern betreut und durch die Umgebung geführt. Die Altvögel müssen sehr wachsam sein und den Nachwuchs vor Feinden wie dem Fuchs oder verschiedenen Groß- und Raubmöwen beschützen.

 

Foto: Bering Land Bridge National Preserve (CC BY-SA 2.0)

Diesen Artikel empfehlen

Diskutieren Sie über diesen Artikel