Goldammer – Wie hab ich dich lieb

Goldammer – Wie hab ich dich lieb

Schon vor den meisten anderen Vogelarten in Deutschland lässt die Goldammer ihren metallisch klingenden Gesang erklingen, der wie ein höher und lauter werdendes „zizizizizizi-düüüh“ klingt, oft jedoch auch mit „Wie, wie, wie hab ich dich lieb“ umschrieben wird.

Aussehen

Die Goldammer ist etwas größer als ein Sperling und von diesem auch durch den längeren Schwanz zu unterscheiden. Im Prachtkleid ist die männliche Goldammer leicht durch den leuchtend gold-gelben Kopf zu erkennen, der dieser Vogelart auch ihren Namen gibt. Das Weibchen im eher grünlichen Federkleid hat einen nur teilweise gelb gefärbten Kopf. Außerdem hat das Männchen eine rostbraune Brust. Für beide Geschlechter der Goldammer trifft aber zu, dass sie eine dunkle Streifung, einen rostbraunen Bürzel und hell gekantete Schwanz- und Schwungfedern aufweisen.

Vorkommen

Die Goldammer ist ein Kulturfolger und lebt in offenen, abwechslungsreich strukturierten Kulturlandschaften, beispielsweise am Rand von Ackern oder auf Wiesen, die mit Gesträuch durchzogen sind. Hier findet die Goldammer auch ihre Nahrung: vorwiegend Samen, aber auch Spinnen und Insekten.

Vogelbeobachtungs-Tipp

Die Goldammer kann bei uns in Deutschland das ganze Jahr über beobachtet werden. Je nach Zeitraum gibt es jedoch ganz andere Dinge zu sehen und zu hören. Während der Brutzeit (etwa von Mitte April bis Mitte August) kann das Prachtkleid des Männchen bewundert werden. Außerhalb der Brutzeit wiederum können Goldammern auch in größeren Gruppen beobachtet werden, was ebenfalls sehr reizvoll ist. Im Winter kann man die Goldammer mit einer Bodenfutterstelle und Samen mit etwas Glück in den eigenen Garten locken. Und schon ab März erklingt der Gesang der Goldammer, noch bevor andere Singvögel sich bemerkbar machen. So wird die Beobachtung der Goldammer das ganze Jahr über nie langweilig.

Foto: © sid221 – Fotolia.com

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