Die Haubenlerche – Sonnenbadende Sängerin

Die Haubenlerche – Sonnenbadende Sängerin

Die Haubenlerche ist ein Vertreter der Lerchenvögel, der nur noch selten in Deutschland zu finden ist. Ihr Lebensraum wird zunehmend versiegelt, doch paradoxer Weise findet man sie vor allem in Industriegebieten, Häfen und auf großen Parkplätzen. Hier kann sie ausgiebig in der Sonne baden und Wildkrautsamen sammeln.

Aussehen

Haubenlerchen ähneln der Feldlerche, jedoch lassen sie sich dank der vom Hinterkopf abstehenden Hauben gut auseinanderhalten. Der Rückenbereich des Singvogels ist braun bis grau, während der Bauch eine weiße Färbung aufweist. Auf der Brust ist eine leichte Strichelung zu erkennen. Betrachtet man die Haubenlerche im Flug, lässt sie sich auf Grund des kurzen Schwanzes und der rötlichen Färbung der Flügel gut erkennen.

Verbreitung

Haubenlerchen bewohnen weite Teile Mittel- und Südeuropas sowie afrikanische Gebiete. Bis nach Korea sind Vertreter der Art zu finden. Jedoch wird der Singvogel immer mehr aus seinen bevorzugten Lebensräumen vertrieben. Haubenlerchen mögen sandige Böden auf offenen Flächen. Sie bevorzugen trockenes Klima, in Steppengebiete und Halbwüsten fühlen sie sich besonders wohl. Bei uns findet man den Lerchenvogel häufig in Neu­baugebieten, auf asphaltreichen Indus­triebrachen, an Gleisanlagen und auf sonstigen vegetationsarmen Brachflächen. Mittlerweile gilt die Art in Deutschland jedoch als vom Aussterben bedroht.

Verhalten und Wissenswertes

Ähnlich wie die Feldlerche, ist auch die Haubenlerche eine begnadete Sängerin. Zu den ihr typischen Gesängen ahmt sie gern andere Vögel nach. Auf der Speisekarte stehen vorrangig Samen, Gräser und vereinzelt auch Insekten. Das Futter suchen sie in Bodennähe. Auch ihre Nester errichtet sie in kleinen Bodenmulden. Im März bis April legt das Weibchen 3 bis 5 Eier ab und brütet diese zwei Wochen lang aus.

Haubenlerchen überwintern bei uns, sie sind keine klassischen Zugvögel. In besonders kalten Nächten kuscheln sie sich in größeren Gruppen zusammen und schlafen in Bodenmulden.

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