Lapplandmeise – Nordischer Flauschball

Lapplandmeise – Nordischer Flauschball

Die Lapplandmeise ist mit ihrem dichten Gefieder gut an das Leben in den nördlichen Regionen anfgepasst, in denen sie ihre Brutgebiete hat. Auch in den Wintermonaten bleibt sie dort und ernährt sich unter anderem von den Samen der Nadelbäume.

Aussehen

Die Lapplandmeise hat den typischen, rundlichen Körperbau einer Meise und wird etwa 13 Zentimeter groß. Sie hat einen braunen Scheitel, weiße Wangen und eine schwarze Kehle. Die Flügel und der mittellange Schwanz sind hellgrau mit etwas Weiß. An den Flanken findet sich eine warm graubraune Färbung, die am Bauch in ein schmutziges Weiß übergeht. Im Vergleich zu den anderen Meisenarten hat die Lapplandmeise ein besonders flauschiges Gefieder. Durch den bräunlichen Anteil im Gefieder und die braune Kopfplatte unterscheidet sie sich von der Sumpfmeise und der Weidenmeise. Die Beine sind dunkelgrau, der Schnabel schwarz und die Regenbogenhaut am Auge ist rötlichbraun. Der Ruf der Lapplandmeise ist eher eintönig. Sie gibt hohe, etwas raspelnde „tschirr“- Laute von sich, die vier oder fünf Mal wiederholt werden.

Vorkommen

Das Brutgebiet der Lapplandmeise liegt, wie der Name schon vermuten lässt, eher nördlich. Sie bewohnt Nordnorwegen, Schweden, Finnland, die Halbinsel Kola sowie den nördlichen Teil von Russland und Alaska. Am liebsten hält sie sich in Birken- oder Mischwäldern auf. Die Lapplandmeise ist ein Standvogel und wandert nur in seltenen Fällen weiter in den Süden ihres Brutgebietes.

Verhalten und Wissenswertes

Lapplandmeisen brüten in Höhlen, weshalb sie sich sehr für alte Spechthöhlen und Brutkästen begeistern. Finden sie einen abgestorbenen, weichen Baumstamm, zimmern sie sich aber auch ihre eigenen Höhlen. Ins Innere kommt dann jede Menge Moos, ergänzt durch Haare und Federn anderer Tiere. Im Mai, wenn das Nest fertig ist, legt das Weibchen fünf bis 11 Eier und bebrütet sie allein, etwa zwei Wochen lang. Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungen noch knapp 20 Tage im Nest.

Was die Nahrung angeht, richtet sich unser Vogel der Woche nach den Jahreszeiten. Im Sommer verspeist die Lapplandmeise daher vor allem Insekten und Spinnen. Im Winter kommen möglichst ölhaltige Samen hinzu, die den kleinen Vogel mit Energie versorgen. Sie stammen vor allem von Nadelbäumen. Mit genug Nahrung und dank des fluffigen Gefieders kann die Lapplandmeise den frostigen Winter unbeschadet überstehen. Manchmal ergänzen auch Nüsse von menschlichen Helfern den Speiseplan, wie das folgende Video zeigt:

 

Titelfoto: Ron Knight (Lizenz CC BY 2.0)

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