Die Schieferdrossel – Scheue Waldbewohnerin

Die Schieferdrossel – Scheue Waldbewohnerin

Woher die Schieferdrossel ihren Namen hat, wird deutlich, wenn ein Männchen bei Tageslicht über den Waldboden hüpft. Dann schimmert sein schwarzes Gefieder metallisch und bläulich, und erinnert an das dunkle Schiefergestein.

Aussehen

Die Schieferdrossel wird etwa so groß wie die bei uns heimische Singdrossel. Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich voneinander: Während das Weibchen ein braun-beiges Federkleid mit einer hellen Zeichnung am Bauch trägt, ist das Gefieder des Männchens dunkelgrau bis blau. Aus der Entfernung und im Schatten der Bäume wirkt es fast schwarz. Über dem Auge tragen die Schieferdrosseln einen auffälligen, weißen Streifen.

Vorkommen

Zur Brutzeit finden sich die Schieferdrosseln in der Sibirischen Taiga östlich des Flusses Jenissei ein. Hier lebt sie in dichten Laubwäldern in geringen Höhenlagen sowie in flachen Ebenen der Taiga. Der Zugvogel legt jedes Jahr eine große Strecke zurück und überwintert in Südostasien und Indonesien. Vereinzelt verirrt sich ein Vertreter der Art nach Westeuropa. Die Schieferdrossel ist im asiatischen Raum weit verbreitet und wird als nicht gefährdet eingestuft.

Verhalten und Wissenswertes

Die Schieferdrossel ist allgemein eine eher scheue Art und lebt meist zurückgezogen. Daher lässt sie sich nur schwer beobachten. Ihre Nahrung, die aus verschiedenen Insekten, Würmern und Beeren besteht, sucht sie sich auf dem Waldboden im Laub. Zur Brutzeit baut die Schieferdrossel ihr Nest in Baumkronen und Sträuchern und brütet die 4 bis 5 Eier 11 bis 12 lang Tage aus.

 

Foto: ken (Lizenz CC BY-SA 2.0)

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