Was tun Wildtiere bei Unwetter?

Alexandra Huth 26. Februar 2020 Keine Kommentare zu Was tun Wildtiere bei Unwetter?
Was tun Wildtiere bei Unwetter?

Vögel

Zugvögel müssen auf ihrem Weg stets gut auf das Wetter achten. Bei starkem Regen oder Gegenwind landen sie an geeigneten Rastplätzen und warten, bis das Wetter wieder besser wird. Dieses Phänomen nennt man auch „Zugstau“.

Wasservögel wie Enten, Gänse und Schwäne verschwinden bei schlechtem Wetter meist von der Wasserfläche. Sie schlüpfen zwischen Wasserpflanzen oder suchen sich geschützte Buchten und Höhlen. Singvögel wie Meisen und Finken retten sich auf Äste oder suchen Höhlen und Nisthilfen auf. Möwen und Watvögel warten meist einfach stoisch ab, bis das Wetter sich beruhigt. Und auch Greifvögel wie Seeadler und Milane bleiben stur auf ihren Aussichtspunkten sitzen.

Insekten

Gerade für Fluginsekten können Regentropfen schnell lebensgefährlich werden. Bienen steuern bei schlechtem Wetter ihren Bienenstock an. Schaffen sie es allerdings nicht mehr rechtzeitig dorthin, verstecken sie sich unter Blättern und Blüten. Ähnlich machen es auch Schmetterlinge, Hummeln und größere Fliegen. In Städten klammern sie sich auch an überdachten Hauswänden fest. Stechmücken wiederum sind so leicht, dass sie von der Druckwelle, die ein Regentropfen in der Luft erzeugt, einfach zur Seite geschoben werden.

Die Sinnesorgane von Ameisen reagieren besonders sensibel auf Umwelteinflüsse. Ist ein Unwetter im Anmarsch, eilen sie zu ihrem Bau zurück und treffen Vorkehrungen. An einem Ameisenbau gibt es zahlreiche Öffnungen, durch die zum Beispiel Nahrung oder Frischluft hineingelangt. Bei einem drohenden Gewitter kann man beobachten, wie die Ameisen diese Öffnungen emsig verschließen.

Übrigens: Manche Insekten und Spinnen profitieren von Stürmen, indem sie sich weit durch die Luft tragen lassen und so neue Lebensräume erreichen.

Säugetiere

Manche Tiere, zum Beispiel Wildschweine, sind ziemlich hart im Nehmen. Die großen Tiere fühlen sich bei Starkregen auch noch wohl und suchen sich in der Regel keinen Unterschlupf. Anders sieht es beim Rotwild aus. Die Tiere begeben sich bei Unwetter in geschütztere Bereiche des Waldes. Wenn Regen und Wind dann wieder abnehmen, kann man die Tiere besonders gut auf Lichtungen und Wiesen in Waldnähe beobachten. Auch kleinere Tiere wie Füchse und Igel suchen bei schlechtem Wetter Schutz im Unterholz.

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