Braunliest – Kastanienbrauner Eisvogel

Braunliest – Kastanienbrauner Eisvogel

Aussehen

An diesem großen Eisvogel (30 bis 40 Zentimeter Körperlänge) fällt vor allem der gewaltige Schnabel auf. Er ist wuchtig, spitz zulaufend und meist intensiv rot gefärbt. Der Kopf, die Schultern, Flanken und der Bauch sind beim Braunliest kastanienbraun, was sich auch in seinem deutschen Namen wiederspiegelt. Für den englischen Namen (White-throated kingfisher) hingegen war die leuchtend weiße Kehle entscheidend. Die weiße Farbe zieht sich bei manchen Tieren bis auf die Brust. Flügel und Schwanz schillern in leuchtendem Blau-Türkis. Breitet der Vogel seine Flügel aus, wird das große weiße Feld an ihrer Unterseite sichtbar. Die Beine und Füße sind recht klein und kräftig korallenrot.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Braunliest reicht von der Türkei im Westen bis zu den Philippinen im Osten. Dabei berührt es unter anderem Ägypten, Indien, Malaysia, Singapur und Thailand. Die Art kommt recht häufig vor und wird als „nicht gefährdet“ eingestuft.

Unser Vogel der Woche ist nicht ganz so sehr an Gewässer gebunden wie unser heimischer Eisvogel. In Indien kommt er auch in trockenen Wäldern oder auf Reisfeldern vor. Ansonsten besiedelt er Mangroven-Wälder, Moore und Süpmpfe, mitunter auch Felsenküsten, Strände und Salzlagunen. Häufig sitzt der Braunliest auf Zaunlatten und Telefonleitungen.

Verhalten und Wissenswertes

Mit seinem großen, kräftigen Schnabel besitzt der Braunliest eine mächtige Waffe. Er erbeutet große Insekten, Schnecken, Fische, Frösche und sogar Nagetiere und kleine Vögel.

Die Paarungen beginnen in der Regenzeit. Das Männchen wirbt um ein Weibchen, indem es immer wieder Beutetiere als Brautgeschenke heranträgt. Den Balztanz vollführen die Partner oft in der Krone eines Baumes. Dort spreizen sie die Flügel, richten den Schwanz nach oben und singen. Das Männchen reckt außerdem seinen Schnabel in die Höhe, damit der weiße Kehlfleck auffällt. Für die Brut graben die Vögel einen knapp 50 Zentimeter langen Tunnel in Erdwälle oder Lehmwände. Dort legt das Weibchen vier bis sieben Eier, welche 20 bis 22 Tage bebrütet werden. Dabei wechseln sich die Partner ab. Nach dem Schlüpfen dauert es 19 Tage, bis die Jungen flügge sind.

Foto: Imran Shah ( CC BY-SA 2.0 )

Diesen Artikel empfehlen

Diskutieren Sie über diesen Artikel