Seeadler – Ein imposanter Jäger

Seeadler – Ein imposanter Jäger

Der Seeadler ist einer der größten Greifvögel in Mitteleuropa, ist aber auch in gewässerreichen Landschaften auf dem gesamten eurasischen Kontinent zu Hause. In Mittel- und Westeuropa wurde er durch die Verfolgung des Menschen fast vollständig ausgerottet. Heute leben jedoch schon wieder rund 140 Brutpaare in Deutschland. Mit ein wenig Glück haben Vogelbeobachter also durchaus gute Chancen, die imposanten Vögel mit eigenen Augen in der heimischen Natur zu erleben.

Aussehen

Sowohl im Sitzen als auch beim Fliegen sind Seeadler – selbst ohne Fernglas – sehr gut zu erkennen. Durch ihren großen, bulligen Körper, ihren kräftigen Hals und die äußerst kräftigen Fänge heben sie sich deutlich von anderen Greifvögeln ab. Das Gefieder des Seeadlers ist im Erwachsenenalter überwiegend braun und im Bereich von Brust, Kopf und oberem Rücken ockerfarben aufgehellt. Vor allem im Flug sieht man den weißen Schwanz, der kurz und keilförmig ist. Sehr charakteristisch ist auch sein gelber Schnabel, der verglichen mit seinen Artgenossen sehr groß und wuchtig erscheint.

Vorkommen

Der Seeadler ernährt sich vorwiegend von Fischen und Wasservögeln. So ist er hauptsächlich an Küsten, großen fischreichen Seen und Flüssen zu Hause. Man trifft ihn aber auch in Wald- und Seen-Landschaften des Binnenlandes an. So wundert es nicht, dass der Seeadler an der Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) und in der Oberlausitz (Sachsen) Deutschlands seine größte Siedlungsdichte hat.

Beobachtungsgebiete

Nationalpark Müritz, Mecklenburgischen Schweiz, Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, Mecklenburgischen Seenplatte, Uckermark, Oderhaff und Oberlausitz.

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