Der Palmenwaldsänger – Amerikanischer Bodenbrüter

Der Palmenwaldsänger – Amerikanischer Bodenbrüter

Weit über den nordamerikanischen Kontinent verteilt lebt der Palmenwaldsänger. Obwohl der Name nahe legen könnte, dass es sich um einen tropischen Vogel handelt, ist der Palmenwaldsänger einer der am nördlichsten brütenden Waldsänger überhaupt: Die Palmen sind also eigentlich boreale Nadelbäume.

Aussehen

Der Palmenwaldsänger gehört zur Familie der Waldsänger, und ist daher, typisch für Mitglieder dieser Familie, sehr klein. Die Vögel im Osten der USA haben einen braunen bis olivfarbenen Rücken sowie rostbraune Streifen an der Brust und an den Flanken. Die Streifen der Vertreter im Westen sind dunkler, und ihr Rücken ist eher braun bis grau gefärbt. Anhand des hellen, gelben Bauches und des leicht rostbraunen Oberkopfes lässt sich der Palmenwaldsänger gut identifizieren und von äußerlich ähnlichen Arten, wie dem Tigerwaldsänger, unterscheiden.

Der kleine Vogel ist fast immer in Bewegung, und hüpft mit seinen schwarzen Beinen am Boden hin und her. Dabei wippt sein Schwanz immerwährend auf und ab: Dieser ist deutlich länger als bei anderen Waldsängern. Der Schnabel des Palmenwaldsängers ist kurz und spitz.

Vorkommen

Palmenwaldsänger kommen fast ausschließlich in Nord- bis Mittelamerika vor. Sie brüten in den Nadelwäldern Kanadas und ziehen im Winter in Richtung Süden. Anders als andere Waldsänger ziehen sie weite, nur flach bewachsene Ebenen dichten Laub- und Mischwäldern vor. Nur zum Singen sitzen sie erhöht auf Ästen und Zäunen.

Verhalten und Wissenswertes

Am liebsten hält sich der Palmenwaldsänger in Bodennähe auf. Er wuselt durch das Laub und Gras und wackelt dabei ständig mit den Schwanz auf und ab. Daran lässt sich die Art gut erkennen. Auf der Speisekarte des Palmenwaldsängers stehen vor allem kleine Insekten, die sie von den Nadelbäumen sammeln oder im Flug fangen, sowie verschiedene Beerensorten.

Seine Liebe zum Boden zeigt sich auch während der Brutzeit: Der Palmenwaldsänger baut sein napfförmiges Nest geschützt zwischen Büschen und Sträuchern auf dem Boden. Das Weibchen legt 4 bis 5 cremefarbene Eier, die mit braunen Sprenkeln übersäht sind. schon nach etwa 12 Tagen schlüpfen die Jungtiere, um die sich beide Eltern kümmern.

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